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Simulierte Diplomatie

Die Syrienverhandlungen in Genf mussten vertagt werden, weil Machthaber Assad, Russland und der Iran glauben, sie könnten den Krieg mit militärischen Mitteln gewinnen.

Ein Kind in einem verbombten Vorort von Damaskus. Foto: Bassam Khabieh (Reuters)
Ein Kind in einem verbombten Vorort von Damaskus. Foto: Bassam Khabieh (Reuters)

Gross war die Hoffnung, als sich im Oktober in Wien der Amerikaner John Kerry und der Russe Sergei Lawrow auf Friedensgespräche für Syrien ver­ständigten. Ein Ende des grausamen Krieges schien erstmals in Sicht zu sein. Wenn sich die Aussenminister der alten Weltmächte einig seien, so eine Lesart, entfalte dies eine Dynamik, der sich weder das Regime noch die Opposition entziehen könnten, ebenso wenig wie die Regionalstaaten Iran, Saudiarabien, die Türkei und andere. Der UNO-Sicherheitsrat beschloss einstimmig die Resolution 2254. Sie begründet die Genfer Verhandlungen, die UNO-Vermittler Staffan de Mistura nun, kaum dass sie begonnen hatten, wegen mangelnder Fortschritte für drei Wochen vertagt hat.

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