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«Tunesien hat einen grossen Vorteil»

Der Terroranschlag von Tunis und die Bedrohung durch Jihadisten müssen nicht das Ende der jungen Demokratie Tunesiens bedeuten. Einschätzungen von Korrespondent Paul-Anton Krüger.

Den Anschlag haben offenbar IS-Terroristen ausgeführt: Ein Mitglied der tunesischen Sicherheitskräfte vor dem Eingang zum Bardo-Museum in Tunis. (19. März 2015
Den Anschlag haben offenbar IS-Terroristen ausgeführt: Ein Mitglied der tunesischen Sicherheitskräfte vor dem Eingang zum Bardo-Museum in Tunis. (19. März 2015
Fethi Belaid, AFP
Ein Bündnis von Gewerkschaften und anderen Organisationen hat für heute Nachmittag zu einer Trauerkundgebung in der Nähe des Bardo-Museums in Tunis aufgerufen. Damit soll ein Zeichen der nationalen Einheit im Kampf gegen den Terrorismus gesetzt werden. Bild: «Tunesien bleibt aufrecht», heisst es auf dem Transparent einer Demonstrantin.
Ein Bündnis von Gewerkschaften und anderen Organisationen hat für heute Nachmittag zu einer Trauerkundgebung in der Nähe des Bardo-Museums in Tunis aufgerufen. Damit soll ein Zeichen der nationalen Einheit im Kampf gegen den Terrorismus gesetzt werden. Bild: «Tunesien bleibt aufrecht», heisst es auf dem Transparent einer Demonstrantin.
AFP
Und: Menschen aus Tunis versammelten sich vor den Toren des Museums und beteten für die Opfer. (18. März 2015)
Und: Menschen aus Tunis versammelten sich vor den Toren des Museums und beteten für die Opfer. (18. März 2015)
AP Photo/Michel Euler, Keystone
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Der Terroranschlag von Tunis bedroht den Demokratisierungsprozess in Tunesien. Wie werden Politik und Gesellschaft reagieren? Es gibt zunächst einen Solidarisierungseffekt. In Tunis und anderen Städten sind bereits sehr viele Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den Terror zu demonstrieren. Gleichzeitig hat die Regierung ein hartes Vorgehen angekündigt. Wie weit die Repressionen gehen werden, lässt sich schwer abschätzen. Tunesien führt bereits seit einiger Zeit einen Kampf gegen den Terror. An der Grenze zu Algerien kommt es regelmässig zu bewaffneten Zusammenstössen mit islamischen Terroristen. Trotz Erfahrungen im Kampf gegen Terroristen sind die tunesischen Sicherheitskräfte nicht optimal aufgestellt, um mit diesem Problem fertig zu werden.

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