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Tote nach Anschlag auf Abgeordneten-Hotel

Unbekannte haben ein Hotel in Somalias Hauptstadt angegriffen. Mindestens sechs Menschen sind getötet worden. Es wird von einer Geiselnahme berichtet.

Verheerende Folgen: Das Hotel Ambassador nach der Explosion der Autobombe. (1. Juni 2016)
Verheerende Folgen: Das Hotel Ambassador nach der Explosion der Autobombe. (1. Juni 2016)
AFP
Die Explosion hat zahlreiche Tote und Verletzte gefordert.
Die Explosion hat zahlreiche Tote und Verletzte gefordert.
AFP
Zu dem Angriff hat sich die Shebab-Miliz, die immer wieder Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen in Mogadiscio ins Visier nimmt, bekannt.
Zu dem Angriff hat sich die Shebab-Miliz, die immer wieder Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen in Mogadiscio ins Visier nimmt, bekannt.
AFP
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Extremisten haben ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadiscio angegriffen und mindestens sechs Menschen getötet. Mehrere weitere seien als Geiseln genommen worden, teilte die Polizei mit. «Mindestens zwei Bewaffnete haben sich in dem Gebäude verschanzt», sagte ein Sprecher am Mittwochabend.

In Teilen des Hotels brach Feuer aus. Ob die Sicherheitskräfte die Extremisten in der Nacht zum Donnerstag überwältigen konnten, blieb zunächst unklar. Der Nachrichtensender al-Jazeera berichtete von mindestens 15 Toten und 20 Verletzten. Die extremistische Al-Shabaab-Miliz bekannte sich zu der Tat.

Fahrzeug explodierte

Zunächst hatte ein Selbstmordattentäter vor dem Tor des Hotels Ambassador ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug explodieren lassen. Kämpfer seien daraufhin in das Hotel eingedrungen. Elitesoldaten feuerten mit Raketenwerfern und Maschinenpistolen auf die Extremisten, die in der zweiten Etage des dreistöckigen Hotels Stellung bezogen hatten.

In dem Hotel steigen vor allem Regierungsvertreter und Geschäftsleute ab. Unter den Toten seien auch zwei Parlamentsabgeordnete, sagte der Polizeisprecher. Der Anschlag ereignete sich am Vorabend des muslimischen Fastenmonats Ramadan, in dem die Extremisten häufig verstärkt Angriffe verüben.

Eine blutüberströmte Leiche eines mutmasslichen Extremisten lag am Mittwochabend vor dem Hotel. Ein Augenzeuge berichtete, er habe gesehen, wie Sicherheitskräfte einige Menschen aus dem Gebäude eskortiert hätten.

Immer wieder Ziel von Anschlägen

Mogadiscio ist immer wieder Ziel von Anschlägen der Miliz, die 2011 mit Hilfe von Truppen der Afrikanischen Union aus der Hauptstadt vertrieben worden waren. Im Februar waren bei einem Angriff auf ein anderes Hotel neun Menschen ums Leben gekommen, im April wurden durch eine Autobombe vor einem Restaurant fünf Menschen getötet.

Die USA haben bereits mehrfach gezielte Drohnenangriffe auf die Al-Shabaab durchgeführt, um deren Führungsstruktur zu zerstören. Wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte, sei erst am vergangenen Freitag ein ranghoher Militärkommandeur der Extremisten angegriffen worden. Ob er dabei ums Leben kam, ist aber noch nicht bestätigt worden. Er soll der Drahtzieher des Angriffs auf die Garissa-Universität in Kenia gewesen sein, bei dem im April 2015 148 Menschen ums Leben gekommen waren.

SDA/fal

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