Aleppo vor «humanitärer Katastrophe»

Schätzungen zufolge benötigen in der syrischen Stadt Aleppo mehr als 1,7 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Der UNO-Nothilfekoordinator fordert Feuerpausen.

Stadt unter Dauerbeschuss: Zwei Kinder in den Ruinen eines Gebäudes in Aleppo. (11. Februar 2016)

Stadt unter Dauerbeschuss: Zwei Kinder in den Ruinen eines Gebäudes in Aleppo. (11. Februar 2016) Bild: Alexander Kots/Komsomolskaya Pravda/AP/Keystone

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Die Vereinten Nationen haben alle Konfliktparteien zu Feuerpausen in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo aufgefordert. Der Konflikt dort könne sonst zur «humanitären Katastrophe» werden, die alles bisher Gesehene im syrischen Bürgerkrieg übertreffe.

Das sagte UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien am Montag vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York. Er begrüsste den Vorschlag Russlands für wöchentliche 48-stündige Feuerpausen, betonte aber, dass zu deren Einhaltung alle Konfliktparteien mitmachen müssten.

«Kaltschnäuziges Gemetzel»

Mehr als 1,7 Millionen Menschen brauchen in Aleppo UNO-Schätzungen zufolge dringend humanitäre Hilfe. «Für mich als UNO-Nothilfekoordinator ist dieses kaltschnäuzige Gemetzel in Syrien schon längst von zynisch zu sündhaft übergegangen», sagte O'Brien.

Er rief den UNO-Sicherheitsrat, der bei dem Thema gespalten und zerstritten ist, erneut dringend zur Einigkeit auf. Es gehe nicht um politische Machtspiele. «Alles, was wir brauchen, ist, dass die Waffen schweigen.» (chi/sda)

Erstellt: 23.08.2016, 04:51 Uhr

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