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UNO fordert Milliarden-Spenden für Syrien

22,5 Millionen Menschen in Syrien sind auf Nothilfe angewiesen. An einer Geberkonferenz im Februar sollen die benötigten Mittel gesammelt werden.

Die Menschen in Syrien braucht laut Uno mehrere Milliarden Nothilfe: Hilfskonvoi auf dem Weg nach Madaja. (11.1.2016)
Die Menschen in Syrien braucht laut Uno mehrere Milliarden Nothilfe: Hilfskonvoi auf dem Weg nach Madaja. (11.1.2016)
Louai Beshara, AFP

Zur Linderung der Not im Bürgerkriegsland Syrien haben die Vereinten Nationen Hilfszahlungen im Umfang von fast acht Milliarden Dollar gefordert. Gebraucht würden 7,73 Milliarden Dollar (gut 7,1 Milliarden Euro), um etwa 22,5 Millionen Menschen zu helfen, erklärte UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien in New York. «Das syrische Volk braucht unsere Hilfe mehr denn je», appellierte er.

Infolge des Bürgerkriegs in Syrien sind 13,5 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht. Weitere 4,7 Millionen Menschen flohen in die Nachbarländer. Im vergangenen Jahr kamen mehr als eine Million Flüchtlinge aus Syrien nach Europa, weil sich die Bedingungen in den Auffanglagern zusehends verschlechterten.

Weltweit erbittet die Uno 20,1 Milliarden Dollar

Nach UN-Angaben soll am 4. Februar in London eine Geberkonferenz stattfinden. Im vergangenen Jahr bat die UNO um 8,4 Milliarden Dollar zur Versorgung notleidender Syrer. Letztlich kamen aber nur 3,3 Milliarden Dollar zusammen. Für Nothilfe weltweit erbittet die UNO dieses Jahr 20,1 Milliarden Dollar, um 87 Millionen Menschen zu unterstützen.

Der Gouverneur der syrischen Provinz Homs erklärte, die Kämpfer im letzten noch von Rebellen gehaltenen Stadtteil von Homs seien bereit, ihre schweren Waffen abzugeben. In der zweiten Phase eines im Dezember geschlossenen Abkommens solle die Hälfte der schweren Waffen aus dem Stadtteil Waer den Behörden übergeben werden, sagte Provinzgouverneur Talal Barasi der Nachrichtenagentur AFP. Die Phase solle bis Anfang Februar abgeschlossen sein.

Künftig solle es den Bewohnern von Waer möglich sein, das Viertel frei zu verlassen oder zu betreten. Dazu solle ein neuer Kontrollpunkt eingerichtet werden. Humanitäre Hilfsgüter wie Nahrungslieferungen würden ohne Beschränkungen durchgelassen, sagte Gouverneur Barasi. Nach zweijähriger Belagerung und Bombenangriffen hatte die syrische Regierungsarmee im Mai 2014 die Altstadt von Homs erobert. Das Viertel Waer am Stadtrand wurde weiter von den Rebellen gehalten.

AFP/ofi

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