US-Journalist wartet im Iran seit Monaten auf Bewilligung

Dem Iran-Korrespondenten der «New York Times» wurde im Februar der Presseausweis entzogen und bis heute nicht mehr zurückgegeben.

Die Leser vermissen die Berichte des Iran-Korrespondenten: Die «New York Times». (Archivbild)

Die Leser vermissen die Berichte des Iran-Korrespondenten: Die «New York Times». (Archivbild) Bild: Mark Lennihan/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Iran verweigert dem Korrespondenten der US-Zeitung «New York Times» in der Islamischen Republik seit Monaten eine Arbeitserlaubnis. Die iranischen Behörden hätten Thomas Erdbrink im Februar seinen Presseausweis entzogen.

Dies erklärte die «New York Times» am Montag. Das Aussenministerium in Teheran habe zwar wiederholt in Aussicht gestellt, dass der niederländische Staatsbürger seine Arbeitserlaubnis zurückerhalte. Das Ministerium habe aber bisher keinerlei Begründung für den Entzug und die Verzögerung bei der Wiederausstellung gegeben.

Keine Artikel mehr

Erdbrink arbeitet seit 2001 im Iran, seit 2012 als Korrespondent für die «New York Times». Der Zeitung zufolge wurde auch Erdbrinks iranischer Ehefrau, einer Fotografin, eine Arbeitserlaubnis verweigert.

Die «New York Times» hatte sich bisher nicht zum Fall Erdbrink geäussert. Sie tat dies nun nach eigenen Angaben wegen wachsender Spekulationen in den sozialen Netzwerken – und weil immer mehr Menschen auffiel, dass in der Zeitung keine Artikel des Korrespondenten mehr erschienen.

Zwei Jahre festgehalten

Für ausländische Journalisten gibt es im Iran zahlreiche Beschränkungen. Ihr Presseausweis kann jederzeit eingezogen werden. 2013 wurde der «Washington Post»-Korrespondent Jason Rezaian wegen Spionagevorwürfen festgenommen. Er wurde fast zwei Jahre lang festgehalten.

Zuletzt haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärft. US-Präsident Donald Trump erklärte im Mai 2018 einseitig den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran und verhängte neue Finanz- und Handelssanktionen. (chk/sda)

Erstellt: 11.06.2019, 04:59 Uhr

Artikel zum Thema

Trump verzichtet auf Kriegsrhetorik im Bezug auf den Iran

Überraschende Kehrtwende des US-Präsidenten: Donald Trump rechnet mit einem «Deal» mit der Regierung in Teheran. Mehr...

«Beim Iran haben wir gemeinsame Interessen mit Russland»

Exklusiv Im grossen Interview spricht die Kanzlerin über die Gefahren für Europa, das Verhältnis zu den USA – und heizt Spekulationen an. Mehr...

Artikel zum Thema

Trump verzichtet auf Kriegsrhetorik im Bezug auf den Iran

Überraschende Kehrtwende des US-Präsidenten: Donald Trump rechnet mit einem «Deal» mit der Regierung in Teheran. Mehr...

«Beim Iran haben wir gemeinsame Interessen mit Russland»

Exklusiv Im grossen Interview spricht die Kanzlerin über die Gefahren für Europa, das Verhältnis zu den USA – und heizt Spekulationen an. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Paid Post

Unsere Tipps für diesen Sommer

Geniessen Sie diesen Sommer die Wanderungen und Freizeitaktivitäten, die Sie in den Walliser Ferienorten Nendaz und Veysonnaz erwarten.

Blogs

Sweet Home Schweizer Gartenparadiese

Tingler Spuren des Fortschritts

Die Welt in Bildern

Fanliebe: Kurz vor dem sechsten Spiel des NBA Finals zwischen den Toronto Raptors und den Golden State Warriors herrscht im Fansektor grosse Anspannung. (Toronto, 13. Juni 2019)
(Bild: Chris Helgren ) Mehr...