USA verhängen neue Sanktionen gegen den Iran

Gegen das Baugewerbe im Iran und den Export bestimmter Rohstoffe hat die US-Regierung neue Sanktionen in Kraft gesetzt. Auch europäische Firmen könnten davon betroffen sein.

Das iranische Baugewerbe werde von den Revolutionsgarden kontrolliert: So begründet die US-Regierung ihre neuen Sanktionen gegen den Iran. Bild: Reuters/Raheb Homavandi (Archiv)

Das iranische Baugewerbe werde von den Revolutionsgarden kontrolliert: So begründet die US-Regierung ihre neuen Sanktionen gegen den Iran. Bild: Reuters/Raheb Homavandi (Archiv)

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Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen das Baugewerbe im Iran und den Export bestimmter Rohstoffe verhängt. Das iranische Baugewerbe werde von den Revolutionsgarden (IRGC) kontrolliert, hiess es zur Begründung. Die USA betrachten die paramilitärische IRGC als Terrororganisation. Folglich könne der Verkauf oder die Bereitstellung von Metallen, Kohle oder Industriesoftware an iranische Bauunternehmen mit Sanktionen belegt werden, warnte das Aussenministerium am Donnerstagabend.

Zudem werde der Verkauf bestimmter Materialien, die von Teheran auch zur Entwicklung von Waffensystem genutzt werden könnten, verboten. Der Export bestimmter Stahlröhren, Stahltypen und Lötmetallen werde mit Sanktionen geahndet, unabhängig von den Endkunden im Iran, hiess es weiter. Damit könnten zum Beispiel auch europäische Firmen, die zivile Kunden im Iran mit jenen Produkten beliefern, von der US-Regierung bestraft werden.

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens durch die US-Regierung vor rund eineinhalb Jahren haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des «maximalen Drucks» dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit härteren Auflagen zuzustimmen und die Unterstützung von Terrorgruppen in der Region einzustellen. Die bisherigen US-Sanktionen haben die wichtige Öl- und Gasförderung des Irans hart getroffen und eine Wirtschaftskrise ausgelöst. (sda)

Erstellt: 01.11.2019, 03:14 Uhr

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