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Verkleidete Islamisten töten in Nigeria 38 Menschen

Kämpfer der Boko-Haram-Sekte griffen ein Dorf im Nordosten Nigerias an. Bei anschliessenden Auseinandersetzungen kamen Dutzende Nomaden und Milizsoldaten ums Leben. Noch werden weitere Menschen vermisst.

Auf ihren Feldzügen hinterlassen die Mitglieder der Boko-Haram-Sekte viele Tote: Nigerianische Frau vor einem Grab. (Archivbild)
Auf ihren Feldzügen hinterlassen die Mitglieder der Boko-Haram-Sekte viele Tote: Nigerianische Frau vor einem Grab. (Archivbild)
Reuters

Bei zwei Angriffen mutmasslicher Kämpfer der islamistischen Boko-Haram-Sekte sind im Nordosten Nigerias offenbar mindestens 38 Menschen getötet worden. Bewaffnete seien in das Dorf Yaguwa im Bundesstaat Borno eingedrungen und hätten zwei Mitglieder eines Nomadenvolkes getötet, sagte ein Vertreter der Ortschaft Damboa vor Journalisten. Als die Nomaden einen Gegenangriff gestartet hätten, seien weitere zwölf von ihnen getötet worden.

Bei einem weiteren Angriff im Wald von Monguno hätten als Soldaten verkleidete Boko-Haram-Kämpfer 24 Mitglieder einer Miliz getötet, sagte ein örtlicher Behördenvertreter. Demnach unterstützte die Miliz die Armee bei der Suche nach Boko-Haram-Kämpfern. Bisher seien 24 Leichen gefunden worden; weitere 34 Menschen würden noch vermisst.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. Bei den Anschlägen und Kämpfen mit der Armee wurden mehr als 3600 Menschen getötet.

Für den Nordosten Nigerias gilt der Ausnahmezustand, seit die Armee im Mai eine Offensive startete, um den Aufstand von Boko Haram zu beenden.

SDA/chk

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