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Versöhnung am Nil

Ägypten, der Sudan und Äthiopien haben sich darauf geeinigt, ihren Streit um die Nutzung des Nilwassers beizulegen. Vor allem dem ägyptischen Präsidenten Sisi geht es aber noch um mehr.

Der Nil, hier in Malawi, ist Afrikas längster Strom und lebenswichtig für die Landwirtschaft auf dem Kontinent. Foto: Reuters
Der Nil, hier in Malawi, ist Afrikas längster Strom und lebenswichtig für die Landwirtschaft auf dem Kontinent. Foto: Reuters

Wasser spendet Leben in der Wüste. In Ägypten hängt alles Leben am Nil. Am besten erkennen lässt sich das auf einem Satellitenbild. Wie ein blauer Strich mit dicken grünen Rändern zieht sich Afrikas längster Strom durch sein Tal, umgeben von kargen Landschaften aus Sand und Stein. Nördlich von Kairo weitet sich das Delta zu einem Fächer aus Dutzenden Grüntönen. Der Fluss brachte einst antike Zivilisationen hervor. Heute ist er die Arterie einer der fruchtbarsten Landschaften Nordafrikas, ermöglicht intensivste Landwirtschaft. Doch ist das Land am Unterlauf fast völlig abhängig von dieser einen Wasserquelle – nicht nur, um das Land urbar zu machen, sondern auch beim Trink- und Brauchwasser. Entsprechend empfindlich reagieren die Herrschenden in Kairo, wenn sie befürchten, dass ihnen am Oberlauf das Wasser abgegraben werden soll.

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