Zum Hauptinhalt springen

Der Preis der Befreiung

«Yalla!», rufen die Soldaten, los gehts: Der Konvoi der irakischen Truppen rollt Richtung Mosul. Die Stimmung an der Front schwankt zwischen Siegestaumel und Weltuntergang.

Der IS hinterlässt Zerstörung – schwadenweise Gefechtsrauch, brennende Ölquellen und der Qualm einer Chemiefabrik erschweren die Aufgabe der irakischen Soldaten. Foto: Reuters
Der IS hinterlässt Zerstörung – schwadenweise Gefechtsrauch, brennende Ölquellen und der Qualm einer Chemiefabrik erschweren die Aufgabe der irakischen Soldaten. Foto: Reuters

Es ist noch kühl, aber die Sonne über der Halbwüste wärmt schon jetzt, kurz nach sechs. Der Soldat Ali Hussein ­Kazam hat schlecht geschlafen, die ganze Nacht über ratterten Helikopter am Himmel, wurden Artilleriegranaten in Richtung Front abgefeuert, 30 Kilometer entfernt. Erst ein Schuss, dann meist eine Salve. Und jedes Mal zitterte das Feldbett des Soldaten. Der 24-jährige ­Kazam sitzt im Kampfanzug samt Sturmgewehr auf der Motorhaube seines sandfarbenen Humvee-Jeeps. Er trinkt süssen Tee aus einem Plastikbecher und hat noch ganz andere Sorgen. Am Horizont türmt sich eine grauschwarze Wolkenwand, sie sieht aus wie eine ­gigantische Gewitterfront, aber das wäre ja kein ­Problem.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.