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Wegen Hunger: UNO warnt vor Massensterben

20 Millionen Menschen droht in vier Ländern der Hungertod. UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien warnt vor der grössten humanitären Krise seit UNO-Gründung 1945.

Saudiarabien hat alle Häfen und Airports im Jemen schliessen lassen: Ein chronisch unterernährtes Mädchen erhält via Spritze von der Mutter Milch eingeflösst. Die Provinz Saada befindet sich nordwestlich von Sanaa. (November 2016)
Saudiarabien hat alle Häfen und Airports im Jemen schliessen lassen: Ein chronisch unterernährtes Mädchen erhält via Spritze von der Mutter Milch eingeflösst. Die Provinz Saada befindet sich nordwestlich von Sanaa. (November 2016)
AP Photo/Hani Mohammed, Keystone
«Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben»: UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien spricht vor dem Weltsicherheitsrat. (10. März 2017)
«Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben»: UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien spricht vor dem Weltsicherheitsrat. (10. März 2017)
Manuel Elias/The United Nations via AP, Keystone
Auch der Jemen gehört zu den vier Ländern, die am meisten von der Hungerstod betroffen sind.
Auch der Jemen gehört zu den vier Ländern, die am meisten von der Hungerstod betroffen sind.
Keystone
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UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hat den Weltsicherheitsrat mit dramatischen Worten um Hilfe für Millionen von hungernden Menschen gebeten. Ohne grössere Hilfsaktion droht nach seinen Worten rund 20 Millionen Menschen in vier Ländern der Hungertod.

O'Brien hatte kurz zuvor die Krisengebiete im Jemen, im Südsudan und Somalia sowie in Nigeria besucht und sich ein Bild von der Lage gemacht. «Menschen werden schlicht und einfach den Hungertod sterben», sagte er am Freitag zu den im Sicherheitsrat vertretenen Diplomaten.

Hungersnot und Konflikte

Für den Nothilfekoordinator sei damit ein «kritischer Punkt in der Geschichte der Vereinten Nationen» erreicht, wie aus einer UNO-Mitteilung hervorgeht. Die Vereinten Nationen stünden vor der grössten humanitären Katastrophe seit ihrer Gründung. «Die Lage für die Menschen in diesen Ländern ist schrecklich und ohne eine grosse internationale Reaktion wird sie noch schlimmer», sagte der Brite. «Alle vier Länder haben eine Sache gemeinsam – den Konflikt. Das bedeutet, dass wir (die UNO) die Möglichkeit haben, weiteres Elend und Leiden zu verhindern.»

Rasche Hilfe und auch finanzielle Hilfe seien nötig, da noch die Gelegenheit bestehe, das Schlimmste zu verhindern.

SDA/foa

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