Zum Hauptinhalt springen

Wer nicht konvertiert, wird hingerichtet

Extremisten richteten im Irak Dutzende junge Männer einer religiösen Minderheit hin. Derweil befindet sich die Terrorgruppe Islamischer Staat weiter auf dem Vormarsch.

40'000 Menschen flohen, als die Islamisten in ihre Städte einfielen und mit dem Tod drohten, sollten sie nicht zum Islam konvertieren: Flüchtige kommen in der nordirakischen Stadt Irbil an. (3. August 2014)
40'000 Menschen flohen, als die Islamisten in ihre Städte einfielen und mit dem Tod drohten, sollten sie nicht zum Islam konvertieren: Flüchtige kommen in der nordirakischen Stadt Irbil an. (3. August 2014)
Keystone

Nach ihrem weiteren Vormarsch im Norden des Irak haben Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) 67 junge Männer mit Schüssen hingerichtet. Bei den Opfern aus der Stadt Sinjar handelte es sich um Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden.

Dies berichteten Augenzeugen. Sie hätten sich geweigert, zum Islam überzutreten. Die kurdische Nachrichtenagentur Bas News meldete, 88 junge Männer seien hingerichtet worden.

IS-Extremisten hatten am Wochenende grosse Gebiete nördlich und westlich der Stadt Mosul von kurdischen Einheiten erobert. Die Region gilt als Hauptsiedlungsgebiet der kurdischen Jesiden, Angehöriger einer monotheistischen Religion. Viele Muslime betrachten sie als «Ungläubige» und «Teufelsanbeter». Nach Angaben der UNO sind rund 200'000 Menschen auf der Flucht vor den IS-Extremisten, die meisten von ihnen sind Jesiden.

Der irakische Regierungschef Nouri al-Maliki hat inzwischen einen Einsatz der Luftwaffe in der Region angeordnet. Die Luftwaffe solle die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im autonomen Kurdengebiet im Kampf gegen die Islamisten unterstützen, sagte Armeesprecher Kassem Atta.

sda/AFP/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch