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Der Jude, der für eine islamistische Partei kandidiert

Simon Slama ist einer der letzten tunesischen Juden. Bei den ersten freien Lokalwahlen tritt er für «Ennahda» an – die Bewegung des politischen Islam.

Mitglieder der Sicherheitskräfte haben – wie hier in Tunis – bereits gewählt, die Zivilbevölkerung geht dann am 6. Mai zur Urne. Foto: Yassine Gaidi (AFP)
Mitglieder der Sicherheitskräfte haben – wie hier in Tunis – bereits gewählt, die Zivilbevölkerung geht dann am 6. Mai zur Urne. Foto: Yassine Gaidi (AFP)

Simon Slama ist Tunesier und Jude. Seit Februar ist er auch Kandidat einer islamistischen Partei, bei den ersten freien Lokalwahlen, die seit Ende der Diktatur 2011 in Tunesien stattfinden sollen. Sie werden entscheidend dafür sein, ob das demokratische Experiment in dem Land gelingt, in dem sich Ende 2010 ein frustrierter Gemüsehändler mit Benzin übergoss und damit einen Flächenbrand aus Protesten, Revolutionen und Bürgerkriegen in der arabischen Welt auslöste.

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