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«Wir sind transparent»

Syriens Präsident Bashar al-Assad bestreitet erneut den Einsatz von Chemiewaffen. Den Uno-Inspektoren sagt er volle Zusammenarbeit zu – von Verhandlungen mit den Rebellen will er jedoch jedoch nichts wissen.

Keine andere Option, «als unsere Heimat zu verteidigen»: Bashar al-Assad. (4. Oktober 2013)
Keine andere Option, «als unsere Heimat zu verteidigen»: Bashar al-Assad. (4. Oktober 2013)
Reuters

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat den Einsatz chemischer Waffen gegen Zivilisten und die Opposition erneut bestritten. Zugleich schloss er Verhandlungen mit den Aufständischen über ein Ende des Bürgerkriegs aus. «Wir haben keine Chemiewaffen eingesetzt. Das ist falsch», sagte Assad in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem deutschen «Spiegel». Er bringe sein eigenes Volk nicht um.

Zweifel äusserte der Staatschef an einem Uno-Bericht über die Giftgasangriffe vom 21. August, bei denen über 1000 Menschen starben und die Assad angelastet werden. Niemand könne mit Bestimmtheit sagen, dass Raketen eingesetzt worden sein. Assad warf seinen Gegnern vor, selbst das Nervengas Sarin verwendet zu haben.

Keine Verhandlungen mit Rebellen

Den Experten, die nun mit der Inspektion der Chemiewaffen beginnen, sagte Assad volle Zusammenarbeit zu: «Wir sind transparent, die Experten dürfen zu jeder Anlage gehen.» Sie erhielten alle Daten. Bis zur Zerstörung seien die C-Waffen sehr gut geschützt.

Auf die Frage nach einer Verhandlungslösung erwiderte Assad: «Mit den Militanten? Nein.» Nach seiner Definition sei eine politische Opposition unbewaffnet. Er habe gar keine andere Option, «als unsere Heimat zu verteidigen», sagte Assad.

Er bot Neuwahlen noch vor Ende seiner Amtszeit im August 2014 an. Er wisse aber nicht, ob er selbst noch einmal antrete. Bei den seit Frühling 2011 anhaltenden Auseinandersetzungen sind Syrien sind nach UNO-Angaben mehr als 100'000 Menschen getötet worden.

SDA/ami

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