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Zum Heiraten zu schlecht – zum Sterben gut genug

Selbstmordattentäterinnen werden offiziell als Heldinnen gefeiert – und insgeheim verachtet. Denn die «heiligen Kriegerinnen» sprengen sich aus anderen Gründen in die Luft als Männer.

Lebendige Bomben: Auch Frauen und sogar Kinder sprengen sich als Heilige Krieger in die Luft, aber aus anderen Gründen als Männer.
Lebendige Bomben: Auch Frauen und sogar Kinder sprengen sich als Heilige Krieger in die Luft, aber aus anderen Gründen als Männer.
Keystone
Trug zehn Kilo Sprengstoff auf sich: Die 21-jährige Wafa ­Samir Ibrahim al-Biss wird von einer israelischen Polizistin verhaftet und ins Gefängnis von Ashkelon gebracht. (20. Juni 2005)
Trug zehn Kilo Sprengstoff auf sich: Die 21-jährige Wafa ­Samir Ibrahim al-Biss wird von einer israelischen Polizistin verhaftet und ins Gefängnis von Ashkelon gebracht. (20. Juni 2005)
Keystone
Ungefährliche Detonation: Die Israelische Armee entschärft den Sprengstoff der versuchten Attentäterin Wafa ­Samir Ibrahim al-Biss. (20. Juni 2005)
Ungefährliche Detonation: Die Israelische Armee entschärft den Sprengstoff der versuchten Attentäterin Wafa ­Samir Ibrahim al-Biss. (20. Juni 2005)
Keystone
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Die 21-jährige Palästinenserin Wafa ­Samir Ibrahim al-Biss überquerte regelmässig den Grenzübergang Erez nach Israel. Nach einem Gasunfall in ihrer Küche in Gaza liess sie ihre schweren Verbrennungen in der Soroka-Klinik in Bersheva behandeln. Doch als sie 2005 am Erez-Grenzübergang verhaftet wurde, war ihr Ziel ein Spital bei Tel Aviv. Hier würde sie mit ihrem Bombengürtel mehr Juden mit in den Tod reissen als in Bersheva. Als die Grenzsoldaten misstrauisch wurden, ver­suchte Wafa die zehn Kilo Sprengstoff zu zünden, ein technischer Defekt rettete ihr Leben und das der Soldaten.

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