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Zwei tote Polizisten und 600 Festnahmen

In Burundi ist es erneut zu gewaltsamen Protesten gekommen. Die Opposition wehrt sich gegen eine dritte Amtszeit von Staatschef Pierre Nkurunziza.

Grosse Wut: Protestierende in Burundis Hauptstadt Bujumbura. (1. Mai 2015)
Grosse Wut: Protestierende in Burundis Hauptstadt Bujumbura. (1. Mai 2015)
AP Photo/Jerome Delay

Bei neuen gewaltsamen Protesten gegen Staatschef Pierre Nkurunziza sind im ostafrikanischen Burundi nach Polizeiangaben etwa 600 Menschen festgenommen worden. Zudem seien zwei Polizisten getötet und ein weiterer verletzt worden.

Dies sagte Polizeichef André Ndayambaje am Freitagabend der Nachrichtenagentur AFP. Laut einem Augenzeugen wurden auch ein Zivilist getötet und zwei weitere verletzt.

Mindestens sieben Tote

Nach Angaben des örtlichen Roten Kreuzes liegt die Zahl der Todesopfer bei den seit dem vergangenen Sonntag andauernden Unruhen inzwischen bei mindestens sieben. Die Gewalt konzentriert sich auf die Hauptstadt Bujumbura.

Die Opposition in Burundi stemmt sich gegen eine dritte Kandidatur Nkurunzizas für das Präsidentenamt. Seine Partei CNDD-FDD bestimmte den Staatschef am vergangenen Samstag offiziell zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 26. Juni.

Die Verfassung erlaubt allerdings nur zwei Amtszeiten, weshalb die Opposition die Bewerbung Nkurunzizas um ein drittes Mandat als illegal betrachtet. Der Staatschef und seine Partei vertreten hingegen die Ansicht, dass die erste Amtszeit der Jahre 2005 bis 2010 nicht unter die Regelung fällt, weil Nkurunziza damals vom Parlament gewählt wurde.

SDA

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