Zum Hauptinhalt springen

Neue Zusammenstösse in Brasilien

Rund sechs Wochen vor Beginn der Fussball-WM ist es in Brasilien erneut zu Kravallen gekommen. Hintergrund ist die Sicherheitsoffensive, bei der die Polizei Kriminelle aus den Slums zu verdrängen versucht.

mef
Auf der Strasse wurde ein Bus angezündet: In Rio de Janeiro ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen.

In Rio de Janeiro ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen gekommen. Wie die Behörden mitteilen, lieferte sich am Vorabend eine Bande Drogenhändler heftige Strassenschlachten mit der Polizei. Zudem hätten die Kriminellen eine Klinik geplündert und neun Busse angezündet. Angaben über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Drei Stunden vor dem Vorfall in der Armensiedlung Alemão waren nahe einer Polizeiwache drei Autos in Brand gesteckt worden.

In einer westlich von Alemão gelegenen Favela kam es während einer Demonstration gegen den Tod einer älteren Anwohnerin zu weiteren Ausschreitungen. Die Frau war in eine Schiesserei zwischen Polizisten und mutmasslichen Bandenmitgliedern geraten und von einem Blindgänger getroffen worden. Am Dienstag wurde das Opfer bestattet.

Erst vergangene Woche hatte der Tod des jungen Tänzers Douglas Rafael da Silva Pereira schwere Unruhen in der brasilianischen Metropole ausgelöst. Hintergrund ist die ehrgeizige Sicherheitsoffensive vor der Fussball-WM im Juni, bei der Polizisten im grossen Stil kriminelle Banden aus den Slums herauszudrängen versuchen. Allerdings gibt es Klagen über das übermässig harte Vorgehen von Beamten, das oft zum Tod von Slumbewohnern führe.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch