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Per Intrige für 2465 Tage in die geschlossene Anstalt

Der Fall des Deutschen Gustl Mollath wächst sich zum Justizskandal aus. Es geht um Schwarzgeldgeschäfte mit Verbindungen in die Schweiz, um Gewalt in der Ehe und eine verhängnisvolle Diagnose. Eine Spurensuche.

106 Seiten umfasst die Verteidigungsschrift, die Günther Mollath im Jahr 2003 dem Amtsgericht Nürnberg vorlegte. Er wollte sich damit gegen die Vorwürfe seiner Frau verteidigen, er habe sie geschlagen und bedroht. Vor allem aber wollte er damit belegen, dass seine Frau ein Motiv hatte, ihn anzuschwärzen. Als Vermögensberaterin bei der Hypo Vereinsbank (HVB) sei sie in Schwarzgeldgeschäfte mit Verbindungen in die Schweiz verwickelt gewesen (siehe: Freitags mit einem Geldkoffer in die Schweiz) . Er selber habe sie davon abbringen wollen, dabei sei es zum Streit gekommen, wie er in seiner Verteidigungsschrift schreibt: «Wir haben uns heftig gestritten. Sie will nicht aufhören (...) Sie geht auf mich los. Tritte und Schläge. Leider wehre ich mich.»

Sportwagen und Millionensummen

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