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Chefposten für Trumps Schwiegersohn

Der US-Präsident möchte die Regierung wie ein Unternehmen führen. Jared Kushner soll die Aufgabe übernehmen.

Wollen die US-Regierung führen wie eine Firma: Donald Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner (rechts). Foto: Keystone
Wollen die US-Regierung führen wie eine Firma: Donald Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner (rechts). Foto: Keystone

US-Präsident Donald Trump will in Washington ein neues Amt für amerikanische Innovation vorstellen. Unter der Führung seines Schwiegersohns Jared Kushner solle die Behörde in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsexperten die Regierung effizienter machen, berichtet die Washington Post unter Berufung auf eine Stellungnahme Trumps an die Zeitung.

«Unabhängig von ihrer politischen Einstellung können alle Amerikaner sehen, dass das Stagnieren der Regierung unsere Fähigkeit, richtig zu funktionieren, behindert hat», sagte Trump demnach. «Ich habe dem amerikanischen Volk versprochen, Ergebnisse zu liefern und meine ‹Dem-Plan-voraus- und Unterschreitung-des-Budgets-Mentalität› auf die Regierung anzuwenden».

Kunden statt Bürger

Die Bürger nennt Trumps Schwiegersohn «Kunden» Sein Team solle führende Talente aus Wirtschaft und Regierung zusammenbringen, sagte Kushner in einem Interview. «Die Regierung sollte geführt werden wie eine grosse amerikanische Firma. Wir hoffen, dass wir für unsere Kunden, die Bürger, Erfolg und Effizienz erreichen können.»

In der Anfangsphase wolle sich das neue Amt um die Angelegenheiten von Kriegsveteranen kümmern sowie um den Kampf gegen die Abhängigkeit von Opiaten. Zudem solle die technische Infrastruktur von Regierungsbehörden verbessert werden.

Der 36-jährige Ehemann von Trumps Tochter Ivanka ist bereits als Top-Berater für den Präsidenten tätig und hat weitreichenden Einfluss in der Innen- und Aussenpolitik.

Bildstrecke – Ivanka Trump hat bereits ein eigenes Büro im Weissen Haus.

Das Bild ging um die Welt: Ivanka Trump an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel. (17. März 2017)
Das Bild ging um die Welt: Ivanka Trump an der Seite von Kanzlerin Angela Merkel. (17. März 2017)
CLEMENS BILAN, Keystone
In der Runde von Spitzenpolitikern und Wirtschaftsführern: Ivanka Trump sass im Weissen Haus ihrem Vater gegenüber. (17. März 2017)
In der Runde von Spitzenpolitikern und Wirtschaftsführern: Ivanka Trump sass im Weissen Haus ihrem Vater gegenüber. (17. März 2017)
CLEMENS BILAN, Keystone
Lauschte der Rede des japanischen Regierungschefs: Ivanka Trump beim Besuch von Shinzo Abe.
Lauschte der Rede des japanischen Regierungschefs: Ivanka Trump beim Besuch von Shinzo Abe.
Joshua Roberts, Reuters
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Der «Washington Post» zufolge soll Trumps Chefstratege Stephen Bannon nicht in dem neuen Regierungsbüro mitarbeiten. Bannon hatte zur «Demontage des administrativen Staates» aufgerufen.

Zuletzt war die Trump-Regierung mit mehreren Gesetzesinitiativen zumindest vorerst gescheitert. Eine Abstimmung über die Abschaffung von Obamacare war verschoben worden. Zudem hatten US-Gerichte sein umstrittenes Einreiseverbot für Bürger aus mehrheitlich muslimischen Staaten für ungültig erklärt.

Video – Der US-Präsident lud LKW-Fahrer ins Weisse Haus ein und setzte sich selber hinters Steuer.

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