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Das Feuer der Iren

Die EU will Moore unter Schutz stellen. In Irland wehren sich Torfstecher vehement dagegen. Denn der Torf aus den Mooren ist für sie nicht nur Heizmaterial, er ist Teil ihrer Identität.

Iren beim Torfstechen von Hand. Viele benützen dafür allerdings schweres Gerät, das die Moorlandschaft beeinträchtigt. Foto: Design Pics (Alamy)
Iren beim Torfstechen von Hand. Viele benützen dafür allerdings schweres Gerät, das die Moorlandschaft beeinträchtigt. Foto: Design Pics (Alamy)

Vor dem Nightingale-Pub im westirischen Whitegate haben sich die Dorfbewohner zum Torfstapel-Wettbewerb versammelt. Im Halbkreis stehen sie um einen jungen Mann, der Torfstücke aufeinanderstapelt. Immer höher. Bald muss sich Seamus strecken, um weiterzustapeln. Dann steigt er auf einen Plastikstuhl. Schliesslich stellt er den Plastikstuhl auf einen Gartentisch und klettert hinauf, balanciert nun auf den Zehenspitzen und streckt die Arme. Der Stuhl auf dem Tisch wackelt. Die Dorfbewohner halten den Atem an. Vorsichtig legt Seamus ein weiteres Torfstück auf den Turm. Männer, Frauen und Kinder klatschen und jubeln. Doch nicht lange: Der Torfturm kippt zur Seite, die Torfstücke poltern zu Boden, und Seamus flucht.

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