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Das «Krokodil» ist jetzt Präsident Zimbabwes

Nach 37 Jahren hat Zimbabwe einen neuen Präsidenten. Emmerson Mnangagwa legte vor zehntausenden Menschen seinen Amtseid ab.

Vereidigt: Zimbabwe hat einen neuen Präsidenten. Video: Tamedia/AFP

Emmerson Mnangagwa ist als neuer Präsident Zimbabwes vereidigt worden. Vor zehntausenden jubelnden Menschen legte der 75-Jährige bei einer Zeremonie im Nationalstation in der Hauptstadt Harare den Amtseid ab. Mnangagwa folgt dem langjährigen Herrscher Robert Mugabe nach. Der 93-Jährige war am Dienstag unter massivem Druck zurückgetreten, nachdem die Armee ihn entmachtet und unter Hausarrest gestellt hatte.

Wandel nach 37 Jahren: Emmerson Mnangagwa legt in Harare seinen Amtseid ab.
Wandel nach 37 Jahren: Emmerson Mnangagwa legt in Harare seinen Amtseid ab.
Keystone
Der neue starke Mann Zimbabwes: Der bisherige Vizepräsident, Emmerson Mnangagwa. (Archivbild)
Der neue starke Mann Zimbabwes: Der bisherige Vizepräsident, Emmerson Mnangagwa. (Archivbild)
Tsvangirayi Mukwazhi, Keystone
Unübersichtliche Lage: Zunächst ist noch unklar, was der amtierende Präsident tut und wo er sich befindet.
Unübersichtliche Lage: Zunächst ist noch unklar, was der amtierende Präsident tut und wo er sich befindet.
AP Photo/Tsvangirayi Mukwazhi
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Mugabe hatte Zimbabwe 37 Jahre mit harter Hand und zunehmend autokratisch regiert. Mit seinem Rücktritt kam er einer Amtsenthebung durch das Parlament zuvor. Die Armee hatte ihn entmachtet, nachdem der greise Präsident seinen Stellvertreter Mnangagwa entlassen hatte, um seine Frau Grace zu seiner designierten Nachfolgerin zu machen.

Amtszeit beenden

Jahrzehntelang hatte Mnangagwa als der Vollstrecker Mugabes gegolten, was ihm den Beinamen «Krokodil» eingebracht hatte. Viele Unterstützer der Opposition glauben, er habe die Tötung von Tausenden Menschen Anfang der 80er Jahre mitzuverantworten. Damals war Mugabe gegen einen politischen Rivalen vorgegangen. Noch heute steht Mnangagwa auf einer Sanktionsliste der USA.

Mnangagwa soll den Rest von Mugabes Amtszeit beenden, im kommenden Jahr soll dann eine Wahl stattfinden. Dann werde der «Job beendet und legal ein neuer Präsident eingesetzt», sagte er.

AFP/woz

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