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Der letzte Warner vor dem Grexit

Er war von Anfang an ein Eurobefürworter. Nun könnte der Notenbankchef zum Mann werden, der die Drachme zurückbringt.

Die Banken geschlossen, am Automaten gibt es maximal 60 Euro. Auch das kann sich bald schon wieder ändern, wenn auch dafür nicht mehr genug Geld da ist. Die griechischen Banken trocknen aus. Und die Bürger bunkern das Geld schon lange lieber daheim. 20 Milliarden Euro werden in Schränken und Bettwäsche vermutet. Kann es eigentlich noch schlimmer kommen für Notenbankchef Giannis Stournaras? Ja, kann es. Er hat es selbst einmal gesagt: Ausserhalb des Euro warte ein «langsamer, schmerzhafter Tod».

Damals war er noch Finanzminister. Das war, bevor sein schulmeisterlicher Nachfolger Giannis Varoufakis in Brüssel den Verhandlungspartnern zu erklären versuchte, warum sich die Welt nach den Wünschen der Griechen zu drehen habe. Nun ist der Grexit – das Ausscheiden aus der Eurozone – zum Greifen nahe. Wird Stournaras derjenige sein, der den Griechen die Drachme zurückbringt? In Athen kann er zuschauen, wie die Anhänger der Links-Rechts-Regierung von Alexis Tsipras immer lauter «Ochi» («Nein») rufen, wenn es darum geht, auf den letzten Millimetern doch noch eine Einigung mit den Kreditgebern zu erzielen. Am Sonntag sollen die Bürger über die Zukunft des Landes entscheiden. Am Ende heisst das: eine Zukunft mit oder ohne Euro.

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