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Die gefährlichste Idee Europas

Der Angriff der Griechen wurde abgewehrt. Europa bleibt auf Sparkurs – und damit seiner Idee von der Austerität treu.

Auf der Suche nach einem Neuanfang: Eine obdachlose Familie sucht 1939 in San Diego ihr Glück. Foto: Dorothea Lange (Library of Congress, The Crowley Company)
Auf der Suche nach einem Neuanfang: Eine obdachlose Familie sucht 1939 in San Diego ihr Glück. Foto: Dorothea Lange (Library of Congress, The Crowley Company)

«Nichts ist gefährlicher als eine Idee, wenn man nur eine hat», schrieb der französische Philosoph Alain. Schon deshalb ist Austerität eine gefährliche Idee. Sie ist das einzige politische Projekt, das ­Europa hat.

Selten haben so zahlreiche Regierungschefs quer durch Länder und Parteien so einig auf dieselbe Karte gesetzt. Für die Sparpolitik riskieren sie Milliarden, ihr Gesicht, die Zukunft ihres Landes. Und das ohne Reserve. Als die griechische Regierung über Alternativen sprechen wollte, prallte sie gegen eine Wand. Am Ende stand es 18:1. Und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble fragte, wer wohl auf dem richtigen Kurs sei. Das eine Auto oder die 18 Autos in der Gegenrichtung.

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