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Die starken Männer werden alt

Eigentlich wollten sie ihre Töchter an die Macht bringen, nun haben sich die greisen Führer in Kasachstan und Usbekistan selber wiederwählen lassen.

Die Präsidenten Nasarbajew (r.) und Karimow. Foto: Shami Zhumatow (Reuters)
Die Präsidenten Nasarbajew (r.) und Karimow. Foto: Shami Zhumatow (Reuters)

Das Wahlresultat treibe ihm die Tränen in die Augen, sagt der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew, der diese Woche seine fünfte Amtszeit angetreten hat: 97,75 Prozent haben laut offiziellen Angaben für den amtierenden Staatschef gestimmt, mehr als 95 Prozent des Volkes sollen dafür an die Urne gegangen sein. «Ich entschuldige mich für die Zahlen, die für superdemokratische Staaten unakzeptabel sind», kontert er die Kritik aus dem Westen, der die Wahl als unfair bezeichnet und mannigfaltige Manipulationen beklagt. «Aber was hätte ich tun sollen?», fragt Nasarbajew treuherzig, gegen den nur zwei seiner Anhänger angetreten sind, die nicht müde wurden, die Politik des Staatschefs zu rühmen.

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