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Eine Chronik der verpassten Gelegenheiten

Ein Jahr nach dem Attentat auf die Satirezeitung «Charlie Hebdo» wird darüber gestritten, ob die Geheimdienste die Morde hätten verhindern können.

Ist bemüht, die Vorwürfe als «Ausdruck des Schmerzes» darzustellen: Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve. Foto: Keystone
Ist bemüht, die Vorwürfe als «Ausdruck des Schmerzes» darzustellen: Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve. Foto: Keystone

Ingrid Brinsolaro, die Witwe des Bodyguards, der den Chefredaktor von «Charlie Hebdo» beschützen sollte und mit ihm im Kugelhagel starb, hat Anzeige wegen «schwerer fahrlässiger Tötung» gegen unbekannt erstattet. Sie wirft den Verantwortlichen des französischen Sicherheitsapparats vor, das Risiko falsch eingeschätzt und Hinweise auf ein bevorstehendes Attentat nicht weiterverfolgt zu haben. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve bemüht sich, die Vorwürfe der Witwe als Ausdruck des «Schmerzes, der berechtigten Verzweiflung» darzustellen, und verweist darauf, dass im Land seit 2013 insgesamt 18 jihadistische Zellen gesprengt und seit letztem Frühling sechs Attentate vereitelt worden seien.

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