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FPÖ-Rebellen machen Weg frei für Strache

Nach einer Spaltung in der Wiener FPÖ könnte das Comeback des über die Ibiza-Affäre gestolperten Ex-Chefs unmittelbar bevorstehen.

Bald für die Allianz für Österreich auf der Rednerbühne? Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.
Bald für die Allianz für Österreich auf der Rednerbühne? Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.
Keystone

Im österreichischen Bundesland Wien hofft eine neue politische Bewegung auf ein Comeback von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in ihren Reihen. Es sei eines der Ziele von Die Allianz für Österreich (DAÖ), Strache als Spitzenkandidat für die Wien-Wahl 2020 zu gewinnen, sagte Wortführer Karl Baron am Donnerstag in der österreichischen Hauptstadt.

Die DAÖ ist eine Abspaltung von der Wiener FPÖ, die von drei Gemeinderäten initiiert und am Donnerstag vorgestellt wurde. Man wolle den über das Ibiza-Video gestürzten Ex-Vizekanzler Strache nun von einem Parteiwechsel überzeugen und sei dazu bereits mit ihm in Kontakt.

Pikant: Sollte DAÖ-Wortführer Baron auf sein Mandat im Wiener Stadtparlament verzichten, könnte ausgerechnet Strache nachrücken. Baron schloss einen solchen Wechsel nicht aus.

FPÖ will Strache loswerden

In Österreich wurde zuletzt immer wieder über ein Comeback Straches noch vor den Landtagswahlen in Wien im kommenden Jahr spekuliert. Der 50-Jährige hatte sich am 1. Oktober aus der Politik zurückgezogen, nachdem ihn die Aufnahmen von einem Gespräch mit einer russischen Oligarchen-Nichte auf Ibiza korruptionsanfällig wirken liessen. Zudem wird gegen Strache ermittelt, weil er sich Parteigelder in die eigene Tasche gesteckt haben könnte. Strache weist die Vorwürfe vehement zurück.

Beide Skandale werden in der FPÖ als Gründe für die zuletzt desaströsen Wahlergebnisse gesehen. Die Parteispitze will Strache daher so schnell wie möglich loswerden, das Parteischiedsgericht hat bisher aber noch nicht über einen möglichen Ausschluss entschieden.

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