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Go Wladi!

In den USA haben viele Falken den russischen Präsidenten Putin insgeheim als Macher bewundert. Im gemeinsamen Kampf gegen den IS wird diese Sicht salonfähig.

Diese Woche kam die Bestätigung. Auch der Kreml ist sich nun sicher, dass es Terroristen waren, die das russische Passagierflugzeug über dem Sinai zum Absturz gebracht und 224 Menschen getötet haben. Mit steinernem Gesicht kündigte Präsident Wladimir Putin Vergeltung an: «Wir werden sie finden, egal wo auf dem Planeten – und wir werden sie bestrafen.» Seither intensiviert er das Bombardement in Syrien. Vermehrt scheint er Stellungen des Islamischen Staates zu treffen, nicht nur übrige Gegner Assads.

Finden und bestrafen: Die Falken der USA sind beeindruckt. «Ich wünsche mir einen Präsidenten mit der Stärke Putins», sagt ein Journalist des konservativen Fernsehsenders Fox News in «Fox & Friends». «Go Vlad!», kommentiert die «Chicago Tribune». Und David Goldman, der prominente Kolumnist der «Asia Times», nennt Putin gar sarkastisch «den Anführer der freien Welt»: Im Kampf gegen die Islamisten lenke der Kreml-Chef jetzt Frankreich und setze «die Bedingungen für das Mitwirken der USA».

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