«Goldener Herbst» für Autoverkäufer – trotz Klimadebatte

Die Lust der Schweizer auf neue Autos ist unverändert gross. Heuer dürfte die Zahl der Neuwagen auf über 300’ooo steigen.

Auto-Schweiz rechnet heuer mit 308’000 neu eingelösten Autos in der Schweiz.

Auto-Schweiz rechnet heuer mit 308’000 neu eingelösten Autos in der Schweiz. Bild: Keystone

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Auto-Schweiz freut sich über einen «goldenen Herbst». Wie der Verband der Autoimporteure heute mitgeteilt hat, wurden im Oktober im Vergleich zum Vorjahr 14 Prozent mehr Neuwagen eingelöst, im September waren es 18 Prozent. Damit beträgt die Zahl der Neuwagen im bisherigen Jahr aufsummiert 252’500, ein Plus von knapp 2 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode.

Bis Ende Jahr rechnet Auto-Schweiz, gestützt auf eine Umfrage unter seinen Mitgliedern, mit 308’000 Neuwagen. Das ist zwar weniger als im bisherigen Spitzenjahr 2015 (324’000), aber mehr als 2018. Damals sackte der Markt – knapp – unter die 300’000er-Grenze ab, allerdings nicht zuletzt wegen Lieferschwierigkeiten. Als Vergleich besser eignet sich deshalb 2017: Damals waren es 314’000 Neuwagen, also leicht mehr als jetzt prognostiziert. Auto-Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik spricht insgesamt von einem «guten 2019».

Damit ist auch klar: Die Klimadebatte, die seit Monaten das medial dominierende Thema ist, hat die Lust der Schweizer Bevölkerung auf neue Autos nicht zu mindern vermocht. Wolnik zeigt sich davon nicht überrascht: Die Zahl der eingelösten Neuwagen bewege sich seit Jahren um die 300’000, sei also ziemlich stabil. Nicht stabil ist dagegen die Entwicklung der Anzahl Personenwagen in der Schweiz. 2009 waren es Ende September rund 4 Millionen, heute, zehn Jahre später sind es 4,7 Millionen – nicht zuletzt eine Folge des Bevölkerungswachstums.

All diese Autos verbrauchen in der Herstellung bis zum Verkauf viel Energie, belasten also die Umwelt. Dies ist auch dann der Fall, wenn sie im Betrieb selbst kein CO2 produzieren wie rein elektrisch betriebene Fahrzeuge oder zumindest weniger CO2 emittieren als ein herkömmliches Modell, so etwa die Plug-in-Hybride, die über zwei verschiedene Antriebssysteme verfügen, zumeist einen Benziner mit einem Elektromotor. Der Grund: Elektroautos starten mit einem ziemlich schweren ökologischen Rucksack, vor allem wegen der Batterien.

Diese sogenannten Steckerfahrzeuge, also E-Autos und Plug-in-Hybride, werden zunehmend beliebter – ein Trend, der auch in diesem Herbst ungebrochen ist. Mittlerweile liegt der Marktanteil bei knapp 5 Prozent, was etwa 12’000 Fahrzeugen entspricht. Allein 4400 davon entfallen auf Tesla. Auto-Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Steckerfahrzeuge 2020 auf 10 Prozent zu erhöhen. Angesichts der jüngsten Entwicklung bleibt der Verband laut Wolnik zuversichtlich, die Vorgabe erfüllen zu können.

Erstellt: 04.11.2019, 17:14 Uhr

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