Historischer Besuch in Pearl Harbor

1177 US-Soldaten kamen 1941 beim Überraschungsangriff der Japaner auf Pearl Harbor ums Leben. Als erster japanischer Ministerpräsident hat Shinzo Abe den Ort besucht.

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Japans Ministerpräsident Shinzo Abe ist am Montag zu einem Besuch auf Hawaii eingetroffen, um als erster Regierungschef seines Landes mit einem Besuch in Pearl Harbor der Opfer des Überraschungsangriffes auf die US-Pazifikflotte im Zweiten Weltkrieg zu gedenken.

«Wir dürfen den Schrecken des Krieges niemals mehr wiederholen», begründete Abe vor seinem Flug von Tokio nach Honolulu seinen zweitägigen Besuch.

Keine Entschuldigung von Japan

Er wolle mit US-Präsident Barack Obama «der Welt diese Zusage für die Zukunft ausdrücken und den Wert der Versöhnung», fügte der japanische Regierungschef vor Journalisten hinzu. Eine Entschuldigung für den Angriff auf Pearl Harbor hatte Japans Regierung allerdings im Vorfeld ausgeschlossen.

Es ist das erste Mal, dass ein japanischer Ministerpräsident Pearl Harbor besucht und dabei auch das Mahnmal für die 1177 US-Soldaten aufsucht, die während des Angriffs auf der «USS Arizona» getötet worden waren.

Obama war zuvor in Hiroshima

Insgesamt starben bei dem Angriff auf Pearl Harbor etwa 2400 Menschen. Das Bombardement vor 75 Jahren hatte den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ausgelöst.

Im Mai hatte Obama in Hiroshima der Opfer des dortigen US-Atombombenabwurfs am Ende des Zweiten Weltkriegs gedacht. Auch von Obama hatte es damals keine Entschuldigung gegeben. (foa/sda)

Erstellt: 27.12.2016, 04:48 Uhr

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