Jakarta versinkt – Indonesien plant Hauptstadt auf Borneo

Jakarta soll nur noch fünf Jahre die Hauptstadt des Inselreichs sein. Das hat Präsident Widodo angekündigt.

Smog ist nur eines der vielen Probleme: Indonesiens Hauptstadt Jakarta breitet sich ungeordnet aus.

Smog ist nur eines der vielen Probleme: Indonesiens Hauptstadt Jakarta breitet sich ungeordnet aus. Bild: Keystone

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Indonesien will seine Hauptstadt auf die Insel Borneo verlegen und die Regierung sowie das Parlament aus Jakarta abziehen. Dies kündigte Präsident Joko Widodo am Donnerstag auf Twitter an. Damit nehmen die Pläne, über die schon länger spekuliert wird, langsam Gestalt an. Ziel der Regierung ist es, bis 2024 eine neue Hauptstadt zu haben. Dann geht die zweite Amtszeit des kürzlich wiedergewählten Präsidenten zu Ende.

Als neuer Regierungssitz sind vor allem die Provinzstädte Palangkaraya und Balikpapan im Gespräch. Beide liegen auf Borneo, der drittgrössten Insel der Welt. Jakarta befindet sich an der Nordwestküste der Insel Java. Dort hatte es erst vor wenigen Tagen wieder ein schweres Erdbeben gegeben.

Die Sorge vor Naturkatastrophen ist aber nicht der einzige Grund für die Umzugspläne: Die bisherige Hauptstadt hat offiziell zehn Millionen Einwohner, im Grossraum leben mehr als 30 Millionen Menschen. Trotz einer neuen U-Bahn sind die Verkehrsprobleme enorm. Tag für Tag gibt es in Jakarta lange Staus. Zudem droht die Mega-City zu versinken: 40 Prozent der Fläche befinden sich inzwischen unter Meeresspiegel. (sda/red)

Erstellt: 08.08.2019, 14:48 Uhr

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