Kapitän eines iranisches Supertankers in Gibraltar verhaftet

Der Iran soll versucht haben, das EU-Embargo gegen Syrien zu umgehen. Das hat nun Folgen für zwei Mitglieder der Schiffbesatzung.

Gestoppter Supertanker Grace 1: Der Iran spricht von einem «Akt der Piraterie» und fordert die Freigabe des Schiffs. Bild: AFP

Gestoppter Supertanker Grace 1: Der Iran spricht von einem «Akt der Piraterie» und fordert die Freigabe des Schiffs. Bild: AFP

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Eine Woche nach dem Stopp des iranischen Öltankers Grace 1 vor der Küste des britischen Überseegebiets Gibraltar sind dort der Kapitän und ein Offizier des Schiffes festgenommen worden. Das teilte die Polizei in Gibraltar am Donnerstag mit. Der Tanker war wegen des Verdachts gestoppt worden, dass er im Verstoss gegen das geltende EU-Embargo iranisches Öl nach Syrien habe bringen wollen.

Der Kapitän und sein erster Offizier sind nach Angaben der Polizei indische Staatsangehörige. Sie seien wegen des Verdachts festgenommen worden, die europäischen Sanktionen gegen die Regierung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad verletzt zu haben.

Der Stopp des Öltankers vor einer Woche hatte die Spannungen zwischen London und Teheran drastisch verschärft. Der Iran bezeichnete das Vorgehen der britischen Behörden als Akt der «Piraterie» und warnte, dies werde «nicht ohne Folgen» bleiben. Der Iran bestreitet, dass der Tanker nach Syrien wollte. Er sieht sich aber auch nicht an die EU-Sanktionen gegen Syrien gebunden. (sda/red)

Erstellt: 11.07.2019, 19:01 Uhr

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