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Kaum Abkühlung im Hotspot

Mittlerweile finden die Flüchtlinge auf Lesbos geordnetere Verhältnisse vor als 2015. Seit einigen Tagen aber steigt die Zahl der Gestrandeten wieder an.

Von der Türkei über das Ägäische Meer: Ein Flüchtlingsboot erreicht die griechische Insel Lesbos. Foto: Aris Messinis (AFP)
Von der Türkei über das Ägäische Meer: Ein Flüchtlingsboot erreicht die griechische Insel Lesbos. Foto: Aris Messinis (AFP)

War der Krisenbürokrat bloss ein Zyniker, oder hat er sich vielleicht doch ­etwas gedacht, als er für einen Ort wie diesen ein so furchtbares Wort wählte: Hotspot? Zwei Zaunreihen hintereinander umgeben den Hotspot, vielleicht drei Meter hoch und jeweils von Stacheldraht gekrönt. Drinnen: Zelte, Plastikhäuschen, Container. Am Eingangstor stehen Polizisten mit so breiten Oberkörpern, wie sie im Comic nur die Helden und die Bösewichte gezeichnet bekommen. Vor Schreck lässt ein kleiner Bub die Wasserflasche fallen. Die Mutter zerrt an ihm. Wer nach Europa will, muss hier durch. Dieser Platz ist eine Mutprobe.

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