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«Migrantenschreck»: Polizei schnappt rechten Waffenhändler

Mario Rönsch wurde in Budapest festgenommen. Er soll via Onlineshop Hunderte illegale Schusswaffen verkauft haben.

«Geht nach Hause, ihr Journalisten», sagte Mario Rönsch im Oktober 2015 zur Reporterin Dunja Hayali auf einer AfD-Kundgebung in Erfurt. Screenshot: Youtube
«Geht nach Hause, ihr Journalisten», sagte Mario Rönsch im Oktober 2015 zur Reporterin Dunja Hayali auf einer AfD-Kundgebung in Erfurt. Screenshot: Youtube

Mittwochmorgen, 5:59 Uhr im vornehmen Budapester Stadtteil Pasarét: Beamte der ungarischen Antiterroreinheit TÉK stürmen eine Altbauwohnung im Haus mit der Nummer 4, unweit der malaysischen Botschaft. Hinter den ungarischen Beamten mit kugelsicheren Westen folgen Ermittler des Berliner LKA. In der Wohnung hält sich ein Mann auf, der zu Deutschlands meistgesuchten Rechtsextremen zählt. Die Beamten haben Mario Rönsch verhaftet. Es ist das Ende einer Jagd, die mehr als zwei Jahre angedauert hat.

Nach Recherchen der deutschen Medien Motherboard, NDR, WDR und der «Süddeutschen Zeitung» (SZ) ist die Staatsanwaltschaft Berlin überzeugt, dass Rönsch den rechten Waffenhandel «Migrantenschreck» betrieben hat. In dem Online-Shop, der seine Waffen als «Verteidigung »gegen «Ficki-Ficki-Fachkräfte» bewarb, deckten sich Hunderte mit Schusswaffen ein. Staatsanwältin Susann Wettley nennt das Ausmass der Waffenverkäufe «erschreckend». Rönsch habe mit seiner Botschaft «scheinbar unbescholtene Bürger» erreicht.

Der 33-Jährige soll ausserdem zwei der grössten deutschen Hetzseiten betrieben haben: zunächst die berüchtigte Facebook-Seite Anonymous.Kollektiv (AK), die mit rassistischen Posts und Verschwörungstheorien fast zwei Millionen Likes sammelte; später die Fake-News-Schleuder Anonymousnews.ru (AN), deren Beiträge Millionen Leser erreichten. Zahlreiche Indizien, die dieser Zeitung vorliegen, sprechen dafür, dass Rönsch tatsächlich hinter den Seiten steckt. Dazu zählen Aussagen von Weggefährten, E-Mails und interne Screenshots aus dem Administratorenbereich von AK sowie Registrierungsdaten der Website Migrantenschreck.

Als Inhaber taucht überall Mario Rönsch auf: Registrierungsdaten der .net-Domain (Quelle: domainbigdata.com).
Als Inhaber taucht überall Mario Rönsch auf: Registrierungsdaten der .net-Domain (Quelle: domainbigdata.com).

Im Netz waren «Migrantenschreck» und AK allgegenwärtig, doch Rönsch selbst blieb lange ein Phantom. Als ihn die Staatsanwaltschaft Erfurt Anfang 2016 zur Fahndung ausschrieb, tauchte er unter und setzte sich nach Budapest ab. Dort wechselte er mehrfach seine Adressen und täuschte die deutschen Ermittler. «Migrantenschreck» verkaufte in dieser Zeit Waffen im Wert von mehr als 100'000 Euro, Millionen Deutsche und Schweizer lasen die rassistischen Falschmeldungen der Anonymous-Seiten. Mit der Verhaftung beginnt nun ein neues Kapitel der Akte Rönsch – nach jahrelangem Katz- und Maus-Spiel.

«Hallo, ich bin der Mario»

Im März 2014 tritt Mario Rönsch bei den sogenannten Montagsmahnwachen als Redner auf. Hier versammelt sich in Berlin Woche für Woche eine Querfront aus linken Friedensaktivisten, antisemitischen Verschwörungstheoretikern und Russlandfreunden. «Hallo, ich bin der Mario», stellt sich Rönsch mit sächsischem Dialekt vor. «Früher war ich Banker, heute bin ich Vollzeitaktivist.» Es folgt eine Wutrede gegen die US-amerikanische Geld- und Wirtschaftspolitik. Seine Zuhörer jubeln ihm zu.

Schnell entwickelt sich die Facebook-Seite Anonymous.Kollektiv (AK) zum Sprachrohr und zur wichtigsten Werbeplattform der Montagsdemos. Mit dem Hacker-Kollektiv Anonymous hat sie nur den Namen gemein. Nur vorgeblich geht es AK um Meinungsfreiheit und Protest gegen Internetzensur. Tatsächlich machen die Betreiber Stimmung gegen Flüchtlinge, Muslime und das «Merkel-Regime». Zu diesem Zeitpunkt verzeichnet die Seite 400'000 Likes, später werden es knapp zwei Millionen sein.

Rönsch selbst bleibt im Hintergrund, offiziell will er nichts mit AK zu tun haben. Zu diesem Zeitpunkt achtet er noch penibel darauf, seine Rolle in der neurechten Szene geheim zu halten. Journalisten, die behaupten, Rönsch betreibe die Facebook-Seite, lässt er abmahnen. Motherboard und anderen Medien wurden entsprechende Äusserungen gerichtlich verboten.

Ermittlungen gegen die Hintermänner verlaufen im Sande, weil die Behörden nicht wissen, wie sie die Administratoren der Seite ermitteln sollen. Als Grünen-Politiker Volker Beck den Seitenbetreiber Anfang 2016 wegen Volksverhetzung und Verleumdung anzeigt, schreibt die Staatsanwaltschaft Erfurt Rönsch zur Fahndung aus - ohne Erfolg: Rönsch hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits nach Ungarn abgesetzt. Monate später wird dieser Zeitung ein Screenshot zugespielt, der den internen Administratoren-Bereich von AK zeigen soll. Einer der drei Namen, die dort zu lesen sind: Mario Rönsch.

Rönsch radikalisiert sich

Lange bevor Rönsch auf dem Radar deutscher Ermittler auftaucht, arrangiert er eine lukrative Kooperation mit Kameraden aus dem rechten Spektrum. 2015 beginnt er, für das islam- und fremdenfeindliche «Compact-Magazin» zu arbeiten, eine der wichtigsten Publikationen der Neuen Rechten. «Er kam als Fan zu uns, hat dann seine Hilfe angeboten und sich langsam reingearbeitet», sagt ein leitender Mitarbeiter des Verlags, der viel mit Rönsch zu tun hatte.

Rönsch unterstützt das Magazin als freier Mitarbeiter und steigt zum Verantwortlichen für das Online-Marketing auf. Regelmässig bekomme er mehr als 1000 Euro im Monat für seine Dienste überwiesen, heisst es aus «Compact»-Kreisen. Nahezu täglich verbreitet AK jetzt «Compact»-Artikel und fordert Nutzer auf, Abos abzuschliessen.

Anonymous.Kollektiv wirbt auf Facebook für das Compact-Magazin. Screenshot: SZ
Anonymous.Kollektiv wirbt auf Facebook für das Compact-Magazin. Screenshot: SZ

Währenddessen werden die Inhalte auf AK extremer. «Er hat sich immer weiter radikalisiert», sagt ein hochrangiger «Compact»-Mitarbeiter. Das zeigt vor allem ein neues Projekt von Rönsch: Anfang Mai 2015 wird der Webshop «Migrantenschreck» auf den Namen «Mario Roensch» registriert. Die Seite ruft offen dazu auf, die Waffen, die sie anbietet, gegen Flüchtlinge einzusetzen. Die Gaspistolen und -gewehre, die in Deutschland illegal sind, werden unter anderem als «Meinungsverstärker gegen rotzfreche Antifanten» beworben.

Im Mai 2016 beendet «Compact» die Zusammenarbeit mit Rönsch, «weil wir jede Form von Gewalt in politischer Auseinandersetzung ablehnen». So behauptet es zumindest Chefredaktor Jürgen Elsässer auf der Website des Magazins. Ob das der einzige Grund für den Bruch zwischen «Compact» und Rönsch ist, bleibt unklar. Ehemalige Weggefährten stellen Rönsch als schwierigen, egomanischen Typ dar, der seine Partner regelmässig vor den Kopf stosse.

Das Ende von Anonymous.Kollektiv

Zum Krach mit «Compact» kommt Ärger mit Facebook dazu: AK wird gesperrt, und der mutmassliche Betreiber Rönsch verliert auf einen Schlag ein Millionenpublikum. Unmittelbar darauf startet das Nachfolgeprojekt Anonymousnews.ru (AN). Das Portal versteht sich sich «als scharfes Schwert gegen die systematische Manipulation, Propaganda und Volksverdummung durch den (...) politisch-medialen Komplex». Tatsächlich verbreitet die Site Falschmeldungen, Rassismus und Verschwörungstheorien.

Auch ohne eigene Facebook-Präsenz wächst die Seite rasant und etabliert sich in der rechten Szene. Die teils dreist von anderen Medien kopierten, teils schlampig verfassten Texte finden dankbare Leser und verbreiten sich viral. Glaubt man den Angaben von AN, werden die Inhalte im Jahr 2017 mehr als 13 Millionen Mal aufgerufen, fast 4,5 Millionen Menschen sollen die Seite besucht haben. Angesichts der Resonanz in sozialen Medien scheint diese Zahl realistisch. Im Februar 2017 erzielte die Seite mehr Facebook-Interaktionen als die deutsche «Tagesschau», das Magazin «ZDF Heute» oder die «Neue Zürcher Zeitung». Der Analysedienst Similarweb geht allein für den Februar 2017 von mehr als 1,4 Millionen Besuchen aus.

Den Aufstieg von AN erlebt Rönsch in Budapest. Ob er nach Ungarn flüchtete, weil er erfahren hatte, dass nach ihm gefahndet wurde, oder ob er schon immer mal an der Donau leben wollte, ist unklar. Fest steht: Rund 800 Kilometer von Erfurt und Berlin entfernt, wo Staatsanwälte gegen ihn ermitteln, fühlt er sich sicher vor deutschen Behörden. Mit seiner Freundin bezieht er eine herrschaftliche Wohnung. Seine Geschäfte scheinen gut zu laufen: Der Staatsanwaltschaft zufolge besitzt Rönsch mehrere Grundstücke und Wohnungen in seiner neuen Wahlheimat.

Hetze gegen Migranten und Linke: zwei typische Beiträge der Seite Anonymousnews.ru. Screenshot: SZ
Hetze gegen Migranten und Linke: zwei typische Beiträge der Seite Anonymousnews.ru. Screenshot: SZ

In Ungarn verdient der mutmassliche «Migrantenschreck»-Betreiber an der Angst, die er verbreitet. Jahrelang hetzte AK gegen «kriminelle Flüchtlinge», in unschöner Regelmässigkeit warnt die Nachfolgeseite AN vor «vergewaltigenden Migrantenhorden». Wer sich von der Panikmache anstecken lässt, kann sich bei «Migrantenscheck» Beruhigungsmittel bestellen. «Wenn Sie sich nicht gefallen lassen wollen, dass Ihre Stadt zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern wird, wenn Sie Ihre Frauen schützen und Ihre Fussgängerzonen zugänglich halten wollen – dann handeln Sie jetzt!», ruft der Waffenshop zum Kauf seiner Ware auf. Der Newsletter von AN macht fleissig Werbung für «Migrantenschreck».

Menschen aus einem Dutzend Ländern bestellen Gewehre, Pistolen, Revolver und Munition. Allein im Oktober 2016 setzt Migrantenschreck mehr als 35'000 Euro um. «Brachiale 140 Joule Mündungsenergie befördern die 19,3 mm Hartgummigeschosse ohne Umwege ins Ziel und lassen jeden Angreifer alt aussehen», wirbt «Migrantenschreck» für das «Präzisionsgewehr Deluxe». Das reicht, um Menschen tödlich zu verletzen. Für die Kunden bedeutet das: Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft wegen Verstosses gegen das Waffengesetz.

Ein Gewehr, das bei einem der Kunden von Migrantenschreck beschlagnahmt wurde. Foto: Zoll Frankfurt/SZ
Ein Gewehr, das bei einem der Kunden von Migrantenschreck beschlagnahmt wurde. Foto: Zoll Frankfurt/SZ

«Einfach, schnell und diskret – das ist das Motto von ‹Migrantenschreck›», heisst es auf der Website. Einfach und schnell mag die Abwicklung sein, diskret ist sie nicht. Rönsch, der sich selbst als IT-Experten begreift, begeht schwere Fehler. Eine gravierende Schwachstelle gibt Dritten Zugriff auf die Datenbank der Bestellungen und Käufer. Die Kundendaten gelangen in die Hände mehrerer Staatsanwaltschaften und Verfassungsschutzämter.

Sie werden auch Medien zugespielt. «Zeit Online» und Journalisten von «Süddeutscher Zeitung» und Motherboard besuchen ein Dutzend «Migrantenschreck»-Kunden in ganz Deutschland: Männer und Frauen, Junge und Alte, Arbeiter und Akademiker, ein FDP-Wähler sowie AfD-Mitglieder. Ein Ex-Polizist besorgt sich einen Ersatz für seine Dienstwaffe, eine alleinerziehende Mutter will ihr kleines Kind vor Flüchtlingen schützen, obwohl sie noch nie schlechte Erfahrungen gemacht hat. Einige sind wütend, andere haben einfach nur Angst. Ein Fahrzeug-Mechaniker aus dem Berliner Umland sagt: «Ich will ja keine Flüchtlinge töten. Es geht um einen Denkzettel.»

Der AN-Newsletter behauptet, dass Gründer und Betreiber Mario Rönsch auf die Krim geflohen sei. Screenshot: SZ
Der AN-Newsletter behauptet, dass Gründer und Betreiber Mario Rönsch auf die Krim geflohen sei. Screenshot: SZ

Anfang 2017 klingt nicht nur Journalisten bei den Bestellern, sondern auch Polizisten. Mehrere Razzien folgen, die Gerichtsverfahren dauern noch an. Bis heute werden immer wieder Waffenkäufer verurteilt. Die Seite Migrantenschreck wählt indes einen Ausweg, der den meisten der Kunden verwehrt bleibt: Sie verschwindet spurlos. Auf dem russischen Netzwerk VK postet Rönsch ein Foto, das ihn an der Schwarzmeerküste der Krim zeigen soll. Er grinst in die Kamera und kommentiert das Bild so: «Viele Grüsse aus Jalta! Merkel: Fuck u!».

Deutsche Ermittler halten das für ein Ablenkungsmanöver. Sie gehen davon aus, dass Rönsch Ungarn nie verlassen hat. Seit Anfang 2016 ist er zur Fahndung ausgeschrieben. Er habe gegen Migranten gehetzt und Politiker verleumdet. Staatsanwälte sind überzeugt, dass er Hunderte Deutsche mit illegalen Schusswaffen belieferte. Trotzdem bleibt er noch mehr als ein Jahr lang unbehelligt.

Im Juli 2017 taucht ein neuer Waffenshop auf, der «Migrantenschreck» optisch ähnelt und die gleichen Waffen im Sortiment hat. Der «Patriotenshop» verspricht, Waffen «ohne bürokratische Hürden» verschicken zu können.

Auch AN verbreitet bis zuletzt weiter fremdenfeindliche und antisemitische Inhalte. In einem Newsletter behauptet die Seite, Flüchtlinge erhielten «Luxus-Häuser», und «die Juden» übernähmen die Macht im deutschen Kanzleramt. Ausserdem tauchen während des deutschen Wahlkampfs Hinweise auf, dass Rönsch im Kontakt zu AfD-Mitgliedern steht. Er verbreitete etwa kurz vor der Bundestagswahl das Gerücht, dass Frauke Petry eine Parteispaltung vorbereite. Diese Information war zum damaligen Zeitpunkt nur einem kleinen Kreis im rechten Flügel der Partei bekannt.

Der AN-Newsletter enthält auch Werbung für Bücher und andere Produkte aus dem Onlineshop des Kopp-Verlags. Es handelt sich um sogenannte Affiliate-Links aus dem Kopp-Partnerprogramm. Wenn Kunden über diesen Link bei Kopp bestellen, erhält AN einen kleinen Teil des Kaufpreises. Später verschwinden die Links, und AN behauptet, dass Kopp die Finanzierung beendet habe. Verleger Jochen Kopp bestreitet auf Anfrage, dass er oder der Verlag jemals «einen Newsletter von irgendjemand» finanziert hätten. Warum AN Kopp-Partnerlinks verbreitet, bleibt offen.

Warum Rönsch so lange unbehelligt bleibt

Im November 2016 fährt ein leitender Mitarbeiter des «Compact»-Magazins von seinem Büro im brandenburgischen Werder nach Berlin-Tempelhof. Beim LKA Berlin packt er ausführlich gegen Mario Rönsch aus. Kurz zuvor hatten Aktivisten den Ermittlern die Kundendaten von Migrantenschreck zugespielt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss ihnen klar sein, dass der Shop in grossem Stil illegale und potenziell tödliche Waffen verschickt. Monate später beginnen in Deutschland die ersten Razzien gegen die Waffenkäufer. Der mutmassliche Verkäufer der Waffen läuft indes frei in Budapest herum.

Die ermittelnde Staatsanwältin Susann Wettley erklärt das unter anderem mit der Rechtslage in Ungarn. Die Gaspistolen und -gewehre, die auf Migrantenschreck angeboten wurden, erfordern in Deutschland eine Waffenbesitzkarte. In Ungarn sind Erwerb und Besitz dagegen legal. Migrantenschreck konnte die Ware bei der ungarischen Waffenschmiede Keser kaufen und für das Doppelte anbieten, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Dass die Waffen massenhaft und mit enormer Gewinnmarge illegal nach Deutschland weiterverkauft wurden, war für die örtlichen Behörden kein Grund einzugreifen.

Am Ende werden Rönsch wohl nicht nur Volksverhetzung und seine mutmasslichen Waffendeals zum Verhängnis, sondern auch seine kreative Buchführung. Der Berliner Staatsanwaltschaft zufolge nutzte Rönsch mehrere Konten, um das Geld aus dem Migrantenschreck-Verkäufen zu verschleiern. Da Wettleys Ermittlerteam nachweisen kann, dass die Einkünfte aus illegalen Quellen stammen, ergibt sich für die ungarische Staatsanwaltschaft der Verdacht auf Geldwäsche. Die Ungarn observieren Rönsch und folgen ihm bis in die Kleinstadt Barcs an der kroatischen Grenze, wo er ein Haus besitzt. Noch am Tag vor der Razzia versichern sie: «Keine Sorge, wir haben ihn». Dann greifen sie zu.

So geht es mit Rönsch weiter

Derzeit sitzt Rönsch in Untersuchungshaft in Ungarn und wird verhört. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er in wenigen Wochen nach Deutschland ausgeliefert werden könnte. Zumindest die Anklageschrift ist bereits fertig.

Beschuldigte können nach einer Auslieferung nur für die Vergehen angeklagt werden, die bereits im Haftbefehl standen. Deshalb musste die Staatsanwaltschaft die Verhaftung akribisch vorbereiten. Dementsprechend dürfte Rönsch sich schon bald in Berlin vor Gericht verantworten müssen.

Auf AN heisst es aktuell: «Zivilcourage gegen Linksextremismus: Mutiger Bürger schlägt beherzt auf Jutta Ditfurth ein». Es dürfte für lange Zeit der letzte Artikel auf der Seite sein. Auch «Patriotenshop» ist momentan noch online und wirbt für seine Ware. Wer dort noch bestellt, wird wohl keine Schusswaffe mehr erhalten – höchstens Besuch von der Polizei.

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