Papst Franziskus hebt Bedeutung der Versöhnung hervor

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat der Pontifex die Gläubigen aufgerufen, sich ein Beispiel am ersten christlichen Märtyrer, der Heilige Stephanus, zu nehmen.

Franziskus sprach das Angelus-Gebet vom Fenster des päpstlichen Appartements im Apostolischen Palast aus. (26. Dezember 2018)

Franziskus sprach das Angelus-Gebet vom Fenster des päpstlichen Appartements im Apostolischen Palast aus. (26. Dezember 2018) Bild: Filippo Monteforte/AFP

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Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat Papst Franziskus Christen aufgerufen, ihren Glauben so treu zu bezeugen wie der Heilige Stephanus. Der erste christliche Märtyrer sei ein Beispiel von Bereitschaft, den Brüdern zu verzeihen. Nächstenliebe und Gottvertrauen machten das Leben der Menschen reicher, sagte er.

Das Angelus-Gebet sprach Franziskus vom Fenster des päpstlichen Appartements im Apostolischen Palast aus. Der Papst rief die Gläubigen zu Offenheit und der Bereitschaft auf, das anzunehmen, was das Leben an Positivem und an Negativem biete. «Vertrauen in Gott hilft uns, schwierige Momente zu akzeptieren und sie als Phasen des Wachstums im Glauben zu betrachten», erklärte der Papst.

Franziskus hob die Bedeutung der Versöhnung hervor. «Es ist nicht einfach, zu verzeihen. Doch Verzeihen öffnet die Herzen und verleiht Ruhe und Frieden», erklärte der Papst den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen. Bereitschaft zu Verzeihen sei immer eine gewinnbringende Einstellung.

Zu Weihnachten erhielt Papst Franziskus viele Glückwünsche. Dafür bedankte er sich am Stephanstag öffentlich. «In den vergangenen Wochen habe ich sehr viele Glückwünsche bekommen. Da ich nicht jedem Einzelnen antworten kann, drücke ich heute allen meinen aufrichtigen Dank aus, besonders für das Geschenk eurer Gebete», sagte das Kirchenoberhaupt am Mittwoch nach dem Angelus-Gebet.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Die Weihnachtsfeiern im Vatikan fanden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Zugang zum Petersplatz war nur nach Kontrolle gewährt. Rund um den Vatikan waren verstärkt Polizei und Armee zu sehen.

Der Papst hatte am Weihnachtstag in seiner Botschaft zum Segen «Urbi et Orbi» zu Frieden in Syrien, im Nahen Osten und in der Ukraine aufgerufen. Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz gedachte Franziskus aller leidenden, verfolgten und bedürftigen Menschen in Konflikt- und Notstandsgebieten auf dem gesamten Globus.

Franziskus hatte mit einem Festgottesdienst im Petersdom am Montagabend offiziell die Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan eingeleitet. Die Messe zur Erinnerung an die Geburt Christi vor rund 2000 Jahren wurde in mehreren Ländern und live im Internet übertragen. In ganz Rom wurden die Sicherheitsvorkehrungen an den Weihnachtsfeiertagen erheblich verschärft.

Weitere Gottesdienste des Papstes sind die Messfeier zum Fest der Heiligen Familie und die Vesper mit dem Te Deum als Dank für das vergangene Jahr am 31. Dezember um 17 Uhr im Petersdom.

Das Jahr 2019 beginnt Papst Franziskus mit einer Messfeier im Petersdom am 1. Januar um 10 Uhr. Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche der Weltfriedenstag und zugleich auch Hochfest der Gottesmutter Maria. (nag/AFP)

Erstellt: 26.12.2018, 13:45 Uhr

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