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«Was in Syrien passiert, ist sehr, sehr frustrierend»

War eine der ersten Staatsanwältinnen in Den Hag: Silvia Fernández de Gurmendi bei ihrer Vereidigung. Foto: Bas Czerwinski (AP, Keystone)

Warum kann der syrische Diktator Bashar al-Assad seit sechs Jahren morden und Gräuel verüben, ohne Strafe fürchten zu müssen? Warum sind selbst die Ermittlungen zum Giftgas-Einsatz letztlich nur für die Schublade?

Wie meinen Sie das?

Können Sie verstehen, wenn die Menschen in Syrien Ihre hehren Versprechungen von Gerechtigkeit allmählich für einen zynischen Witz halten?

Dabei scheint der Trend eher in die Gegenrichtung zu gehen. Drei afrikanische Staaten kündigten zuletzt an, sich vom Gericht wieder lossagen zu wollen. Man habe es satt, dass immer nur Afrikaner angeklagt würden.

Ist Ihr Versprechen von Gerechtigkeit jemals einlösbar?

War das der falsche Weg?

Einer der ersten Haftbefehle des Strafgerichtshofs erging gegen den sudanesischen Diktator Omar al-Baschir wegen Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen in Darfur. Das ist acht Jahre her - und Baschir reist immer noch als Präsident durch die Welt. Ein Symbol für die Unantastbarkeit der Mächtigen.

Die EU umwarb Herrn Baschir zuletzt sogar als Partner bei der Flüchtlingsabwehr. Hat die Politik Sie vergessen?

Schreckt man Fanatiker und Diktatoren überhaupt ab mit Strafen?