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Wikileaks verliert seine Unschuld

Dient Julian Assange russischen Interessen?

Zu ehrlich, um wahr zu sein? Wikileaks-Gründer Julian Assange bei einer Rede auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London (05. Februar 2016).
Zu ehrlich, um wahr zu sein? Wikileaks-Gründer Julian Assange bei einer Rede auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London (05. Februar 2016).
Peter Nicholls, Reuters

So ganz trauen konnte man den blauen Augen von Julian Assange, dem ultimativen Transparenz-Aktivisten und Wikileaks-Gründer, eigentlich ja nie. Jetzt hat die «New York Times» in einer 5700 Worte langen Recherche plausibel den Verdacht begründet, dass Wikileaks entweder bewusst den Interessen von Wladimir Putins Russland zudient oder – nicht weniger bedenklich – von Russland unwissentlich zur Propagierung seiner Interessen missbraucht wird. Die Indizien: US-Nachrichtendienstkreise sagen, dass von Wiki­leaks verbreitete Informationen aus russischen Hackerquellen stammen müssen. Zudem war das Timing der Veröffentlichung ganz im Sinn des Kremls in seinem Propagandakrieg.

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