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Stillstand im Wunderland

Brasilien galt noch vor kurzem als ökonomisches Phänomen. Doch der einstige Glanz ist verblasst: Die Wirtschaft lahmt, die Inflation ist hoch. Diese Woche ist es zu gewaltsamen Protesten gegen die Regierung gekommen.

Brasiliens Wirtschaftswachstum gerät ins Stocken. Lastwagenkolonne bei São Paulo.
Brasiliens Wirtschaftswachstum gerät ins Stocken. Lastwagenkolonne bei São Paulo.
Nilton Fukuda, Keystone

Das Bruttoinlandprodukt ist im ersten Jahresquartal um nur gerade 0,6 Prozent gewachsen, während die Zentralbank fast das Doppelte prognostiziert hatte. Die Inflation hält sich hartnäckig bei 6 Prozent, die Ratingagentur Standard & Poor’s hat ihre Erwartung für die Verbindlichkeiten in ausländischer Währung von «stabil» auf «negativ» gesenkt. Die Börse befindet sich im Kriechgang, die Defizite in der Leistungsbilanz und im Haushalt steigen. Auf der 60 Länder umfassenden Rangliste bezüglich Wettbewerbsfähigkeit, die das Lausanner Institute for Management Development jährlich erstellt, ist ein stetiges Sinken zu verzeichnen, allein in den letzten drei Jahren von Rang 38 auf 51.

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