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«Europa muss sich im Krieg gegen den IS stärker engagieren»

Der französisch-deutsche Politiker Daniel Cohn-Bendit erwartet, dass Frankreich noch lange unter dem Terror leiden wird. Der Hass auf Muslime werde weiter wachsen.

Die Promenade des Anglais ist gut anderthalb Tage nach dem Attentat wieder komplett für Fussgänger geöffnet. (16. Juli)
Die Promenade des Anglais ist gut anderthalb Tage nach dem Attentat wieder komplett für Fussgänger geöffnet. (16. Juli)
Ian Langsdon, Keystone
Menschen nehmen an einer Trauerfeier an der Strandpromenade in Nizza teil. (17. Juli 2016)
Menschen nehmen an einer Trauerfeier an der Strandpromenade in Nizza teil. (17. Juli 2016)
EPA/Ian Langsdon, Keystone
Der Ort des Attentates, die Promenade des Anglais, befindet sich an einem Strand.
Der Ort des Attentates, die Promenade des Anglais, befindet sich an einem Strand.
AP/Francois Mori
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Sie sind gerade aus Frankreich zurückgekommen, wo Sie die Fussball-Europameisterschaften kommentiert hatten. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie die Nachrichten aus Nizza hören?

Man zweifelt an der Menschheit. Man überlegt sich: Da gibt es einen Kleinkriminellen, der sich akribisch vorbereitet, einen Lastwagen mietet, die Promenade des Anglais in Nizza als ideales Ziel auswählt, und dann fährt er los mit seinem Lastwagen, jagt Menschen, Kinder, Frauen wie Hasen. Was ist das für ein Mensch? Und dass man mir nicht sagt: Das ist der Islam! Es gibt Dimensionen des Grauens, die einen fassungslos zurücklassen. Ich denke immer an Woody Allens Witz: «Wenn es Gott gibt, dann muss er eine gute Entschuldigung haben.»

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