Zum Hauptinhalt springen

Uni St. GallenAuto-Papst Dudenhöffer kehrt der Schweiz schon wieder den Rücken

Nach nur zwei Monaten gibt der deutsche Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer seinen «Job» am Institute for Customer Insight der Universität St. Gallen wieder auf.

Und tschüss: Nach nur zwei Monaten verlässt der deutsche Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer das Institute for Customer Insight der Universität St. Gallen .
Und tschüss: Nach nur zwei Monaten verlässt der deutsche Auto-Papst Ferdinand Dudenhöffer das Institute for Customer Insight der Universität St. Gallen .
Foto: CAR

Der Wechsel von Ferdinand Dudenhöffer vom CAR (Center Automotive Research) der Uni Duisburg-Essen in die Schweiz sorgte Anfang März für Aufsehen. In einem Gespräch mit dem deutschen Fachblatt «AutoBild» erklärte der streitbarste deutschsprachige Experte in Sachen Automobilindustrie am 5. März, warum er seinen Arbeitsplatz von Duisburg nach St. Gallen verlegt. «Ich will den Leuten weiter auf den Geist gehen», sagte der Professor lachend. «Und während ich in Deutschland mit 68 Jahren zwangspensioniert wurde, bietet sich mir eine neue Chance in der Schweiz.» Seine Hauptaufgabe: das Weiterbildungsprogramm Smart Mobility Management am Institute for Customer Insight weiterzuentwickeln.

Doch bereits zwei Monate später ist der Honeymoon vorbei. Dudenhöffer versandte heute Mittag ein Mail mit dem Titel «Mehr CAR, weniger Schweiz». Und erklärte sich in einer Pressemitteilung gleich selber: «Um die Positionierung der CAR-Kongresse sowie der Forschungsprojekte bei der D+S Automotive GmbH in Deutschland weiter zu stärken, haben wir uns für eine Neuausrichtung unter der Flagge CAR – Center Automotive Research entschieden», so der Auto-Papst. «Dabei hat sich gezeigt, dass die CAR-Aktivitäten nur schwer mit den Aktivitäten von mir am Institute for Customer Insight der Universität St. Gallen in Einklang zu bringen sind.» Daher haben die Uni St. Gallen und Dudenhöffer vereinbart, die Zusammenarbeit auf die Basis eines Beraters im Rahmen fest definierter Projekte zu stellen.

Gleich zwei CAR-Institute

Ein bisschen komplizierter sieht die Lage in Duisburg aus, da Dudenhöffer den Namen CAR auch nach seinem Ausscheiden aus der Uni Duisburg-Essen weiterverwendet. «Wir, also das CAR – Center Automotive Research im Rahmen der D+S Automotive GmbH, fokussieren uns primär auf ökonomische Fragestellungen der Mobilität», erklärt Dudenhöffer. «Das CAR – Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen hat die naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Forschung und Entwicklung im Blick.» Beide Institute sind organisatorisch eigenständig und unabhängig. «Personelle und thematische Kooperationen sind beabsichtigt», schreibt er in der Medienmitteilung.