Eine Legende als «Leuchtturm»

Performance für die Rennstrecke und den Alltag: Ford zeigte in Genf den Überflieger GT und den neuen Focus RS.

«Mit neuer Vehemenz» will Ford seine Performancemodelle – hier der neue GT – auf den Markt bringen. Fotos: Markus Cavelti

«Mit neuer Vehemenz» will Ford seine Performancemodelle – hier der neue GT – auf den Markt bringen. Fotos: Markus Cavelti

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Das ist mutig. Und sehr selbstbewusst. Ford zelebriert in diesen Tagen an der Geneva Motor Show unter dem Motto «Ford Perfomance» in Sichtweite des Ferrari-Standes mit dem neuen und 330 km/h schnellen 488 GTB seine Vorstellungen von High Performance – für die Rennstrecke und den Alltag. Bis 2020 will Ford laut seinem neuen Europachef Jim Farley zwölf solcher Performancemodelle präsentieren. «Uns und unseren Kunden steht eine bemerkenswerte Ära bevor», kündigte der Amerikaner denn zur Salon-Eröffnung auch an. Tatsächlich: Zwei davon stehen in Genf. Und sind bereits startbereit.

«Beweis für Innovationskraft»

Dabei sticht, logischerweise, jenes Auto heraus, das von Beginn weg die Spitze des Performance-Modellprogramms markiert – «als technologischer Leuchtturm », wie es Farley nennt. Dazu liess Ford eine Rennsport-Legende aufleben, den GT 40, der 1966 mit seinem Dreifachsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans selbst die Italiener, angeführt von Ferrari, alt aussehen liess. Trotz dieses historisch-heroischen Hintergrunds sieht Ford das Comeback des GT, der künftig ohne die Zahl 40 auskommen wird, nicht als Griff in die Mottenkiste, sondern, ganz im Gegenteil, als «Beweis für die Innovationskraft unseres Unternehmens », wie Farley betont. Und die man jetzt «mit neuer Vehemenz» zum Ausdruck bringen wolle.

Flach wie ein Flunder ist er, der neue GT, die Flügeltüren schwingen seitlich weit auf, dank seiner ausschliesslich aus Kohlefaser gefertigten Karosserie soll der Ford-Renner extrem leicht sein – und so schnell wie der 488 GTB nebenan. Zwar gibt Ford noch keine Details bekannt, spricht aber von einer Leistung von «über 600 PS», einem Topspeed von «über 300 km/h» und einer Beschleunigung von «unter 3,0 Sekunden ». Ferrari also aufgepasst – auch wenn der GT in Genf in einem eher unspektakulären Metallicblau glänzt. Immerhin: Der Starknopf auf der Mittelkonsole leuchtet rot. In Ferrari-Rot.

«Renner für den Alltag»

Ebenfalls vom neu formierten, aus Europa und den USA zusammengezogenen Ford-Performance-Team ist der neue Focus RS entwickelt worden, der «Renner für den Alltag», in dem jetzt ein 2,3- Liter-EcoBoost-Vierzylinder verbaut wird, der aus jenem Ford Mustang stammt, der im Sommer – endlich – auch in Europa auf den Markt kommt. Seine Leistung wurde auf 320 PS angehoben. Um diese Kraft auch wirkungsvoll auf die Strasse zu bringen, gibt es erstmals in einer RS-Version von Ford Allradantrieb. Das von den Performance-Spezialisten entwickelte System basiert auf zwei elektronisch geregelten Hinterachs- Differenzialen, welche den Kraftfluss regeln (bis 70 Prozent auf die Hinterachse). In extremis kann das Drehmoment aber auch auf ein einzelnes Hinterrad gelenkt werden, was dem Focus RS zu einem «perfekten Handling » verhelfen soll, wie Ford behauptet. Selbst dann, wenn man von den vier möglichen Fahrmodi den Drift-Modus ausgewählt hat.

Erstellt: 06.03.2015, 17:48 Uhr

«Renner für den Alltag»: Ein Allradantrieb ...

soll die 320 PS im neuen Ford Focus RS «bändigen».

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