Schräge Nummer

Der Audi Q3 soll als Sportback mit seinem abfallenden Heck nicht nur Praktiker, sondern auch Schöngeister überzeugen.

Wem der normale Q3 zu bieder ist, dem reicht Audi diesen als schnittiges Coupé gezeichneten Sportback nach. Foto: PD

Wem der normale Q3 zu bieder ist, dem reicht Audi diesen als schnittiges Coupé gezeichneten Sportback nach. Foto: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Praktischer, erwachsener, eleganter – als Audi vor Jahresfrist die zweite Generation des Q3 auf den Weg brachte, hatten die emotionalen Eigenschaften nicht gerade erste Priorität. Damals mag das ein wenig überrascht haben, zumal das Segment der kompakten SUV so dicht besetzt ist, dass es schon einen starken Charakter braucht, um überhaupt noch aufzufallen. Doch so langsam löst sich das Rätsel in Wohlgefallen auf. Denn wem der normale Q3 zu sehr nach Papi und Pampers riecht, dem reichen die Ingolstädter jetzt erstmals einen Sportback nach. Als schnittiges Coupé mit vier Türen und einer Silhouette fast so knackig wie beim Über-Vetter Lamborghini Urus soll er ab 46'500 Franken (35 TDI S tronic) oder ab 55'250 Franken (45 TFSI quattro S tronic) vom Herbst an gegen Modemodelle wie den BMW X2 antreten.

Dabei setzen die Bayern vor allem auf ein verführerisches und deutlich differenziertes Design. Das beginnt beim eigenständigen Kühler, führt über eine 3 Zentimeter flachere Dachlinie und endet im wunderbar schräg abfallenden Heck, das den Sportback viel länger aussehen lässt als die gerade mal 16 Millimeter, um die er den normalen Q3 übertrifft.

Vier Sicherheitssysteme

Aber so schnittig der Sportback gezeichnet ist und so vergnüglich er abgestimmt sein soll, die Vernunft bleibt dabei nicht auf der Strecke. Sondern die Bayern sind stolz darauf, dass auch ihre schräge Nummer als ebenso variables wie praktisches Familienauto taugt. Die um 13 Zentimeter verschiebbare und in der Neigung verstellbare Rückbank ist deshalb auch beim Schrägheck Standard, und der Kofferraum ist in der Grundkonfiguration mit 530 Litern gleich gross wie beim normalen Q3.

Auch unter der Haube tut sich was: Ein Mild-Hybrid mit 48-Volt Technik soll den Sportback zum Sparmeister machen.

Im Q3-Sportback dienen vier serienmässige Systeme der Sicherheit, darunter die Spurverlassens- und die Spurwechselwarnung. Das Highlight unter den optionalen Systemen ist der adaptive Fahrassistent. Er entlastet den Fahrer bei der Längs- und Querführung. Beim Parken und Rangieren helfen topmoderne Systeme wie die Umgebungs­kameras. Sie zeigen das direkte Umfeld des SUV-Coupés auf dem Display an, wobei der Fahrer aus mehreren Perspektiven wählen kann. Der Parkassistent steuert das Auto selbsttätig in Parklücken und wieder heraus.

Aber der Sportback geht nicht nur beim Design einen eigenen Weg und fährt mit klugen Assistenzsystemen vor, sondern auch unter der Haube tut sich was. Zwar startet er mit den bekannten Motoren als 45 TFSI quattro mit einem 230 PS starken 2,0-Liter-Benziner sowie als 35 TDI mit einem 2,0 Liter grossen Vierzylinder mit 150 PS. Doch kurz danach kommt erstmals in dieser Klasse bei Audi ein Mild-Hybrid mit 48-Volt-Technik im 35 TFSI. Der hat dann 1,5 Liter Hubraum, kommt auf 150 PS und sollte den Sportback zum Sparmeister in dieser Liga machen. Bei den Top-Motorisierungen übernimmt serienmässig der Allradantrieb quattro die Kraftübertragung.

Und Audi hofft, dass der Sportback die Kraft auch bei den Verkäufen auf den Boden bringt, denn mit dem Neuling soll der Rückstand auf die Premium-Konkurrenz von BMW und Mercedes-Benz verringert werden.

Erstellt: 24.07.2019, 18:10 Uhr

Artikel zum Thema

Die neue Nummer eins

Praktisch parallel zum Wechsel an der Konzernspitze rollt BMW den neuen 1er an den Start. Er soll die Verkaufszahlen in den wichtigsten Märkten stabilisieren. Mehr...

Ohne Turboloch an die Spitze

Das SUV-Coupé SQ8 von Audi hat alles, um die Luxuslimousine A8 als Flaggschiff abzulösen. Mehr...

Das Flaggschiff trotzt dem SUV-Boom

Skoda hat den Superb optimiert. Erstmals gibt es den Kombi in einer robusten Scout-Version. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Kommentare

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...