Shuttle mit Stern fürs Fünfsternhaus

Mercedes hat die V-Klasse zum ultimativen VIP-Transporter entwickelt. Die Grossraumlimousine ist auch als edler Camper zu haben.

Grosszügiges Platzangebot oder höchster Komfort: Mit der neuen V-Klasse ist beides möglich. Fotos: PD

Grosszügiges Platzangebot oder höchster Komfort: Mit der neuen V-Klasse ist beides möglich. Fotos: PD

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Klar gibts ihn noch, den legendären Rolls-Royce des Badrutt’s Palace in St. Moritz. Den VIP-Shuttle par excellence, der schon vor Jahrzehnten Prominente wie Alfred Hitchcock (buchte 35 Jahre lang die gleiche Suite), Audrey Hepburn, Pablo Picasso oder Andy Warhol vom Bahnhof oder vom Flugplatz in Samedan abholte. Und es ab und zu noch immer tut.

Heute allerdings repräsentiert der Phantom IV Glanz, Luxus und auch das Renommee des 1896 erbauten Fünfsternhauses eindrücklicher, wenn er vor dem Hotel parkiert – als beliebtes Fotosujet für Touristen. Kein Wunder, denn es ranken sich viele Legenden um dieses Auto. So soll es der weltweit einzige Rolls-Royce sein, an dem jemals Schneeketten montiert worden sind.

Eleganz und Funktionalität

Schneeketten? Die sind bei Rolls-Royce definitiv kein Thema mehr – sofern sie es überhaupt jemals waren. Jetzt, da der Cullinan angesagt ist, der erste SUV der britischen Traditionsmarke und der erste Rolls mit Allradantrieb, erst recht nicht mehr.

Wer darin allerdings eine Alternative zur Legende des Badrutt’s Palace sieht, liegt falsch. Denn die Nobelherberge hat sich für den standesgemässen Transport von hochkarätigen (und anderen) Gästen bei allen Wetterlagen auf 1850 Meter über Meer bereits anderweitig umgesehen. Und sich – so wie beispielsweise auch das Palace-Hotel in Gstaad – zur Erweiterung der hoteleigenen Flotte (natürlich auch mit einem neuen Rolls-Royce) einen Shuttle mit Stern angeschafft: einen Mercedes der V-Klasse. Bestimmt nicht nur seines 4×4-Antriebs wegen.

Denn mit der dritten Generation ihrer Grossraumlimousine, die im Frühsommer mit einem Facelift eine weitere Aufwertung erfährt, ist den Stuttgartern der Spagat zwischen Eleganz und Funktionalität definitiv gelungen. So sind in der als VIP-Shuttle für Hotelgäste und Geschäftskunden ausgelegten Topversion das gesamte Interieur und die beiden Einzelsitze im Fond an Luxus und Komfort kaum zu überbieten: Klimatisierung, Liegefunktion, Massage – alles an Bord. Schon eine erste Ausfahrt, selbstverständlich mit Chauffeur, macht klar: In dieser Beziehung steht die V-Klasse der S-Klasse in nichts mehr nach.

Massage gefällig? Die Ledersitze verabreichen eine solche auf Wunsch.

Zusätzlich lassen sich die Sitze über ein Schienensystem beliebig verschieben, auf Wunsch kann die luxuriöse Bestuhlung auch gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden. Und fürs Auge bietet Mercedes eine weitere Exklusivität: Neu sind die Leder­bezüge in der Farbe Tartuffo zu haben. Bestens passend zum Louis-Vuitton-Gepäck, wie ein Mercedes-Sprecher bei der Präsentation anmerkte.

Grosse Preisspanne

Aber natürlich gibt es die neue V-Klasse, die sich allein seit 2014 dank neuer Wachstumsmärkte in China und Indien sowie stetig grösserer Beliebtheit bei Anbietern von Shuttleservices und bei Taxiunternehmen bereits über 200'000 Mal verkauft hat, auch für Kunden, denen das Platz­angebot wichtiger ist als der Komfort. Für sie lässt sich der Grossraum-Van flexibel mit Einzelsitzen oder Sitzbänken konfigurieren, bis zu acht Personen finden gut Platz.

Gross ist auch die Preisspanne: Sie reicht von 55'789 Franken für die Basisversion mit Vorderradantrieb bis 88'099 Franken für die Luxusausführung Swiss Edition, die in der Schweiz ab Juni zu haben sein wird.

Kein Umweltsünder

Ob als VIP-Shuttle, familienfreundlicher Raumkreuzer oder als Marco Polo, wie Mercedes sein gediegen ausgestattetes Campingmodell auf Basis derV-Klasse nennt: Vom Antriebskonzept her sind alle sparsame Selbstzünder. Denn die Stuttgarter bringen in ihrer 5,14 Meter langen und 2,2 Tonnen schweren Grossraumlimousine mit dem Facelift ihre neuste Vierzylindergeneration mit zwei Liter Hubraum zum Einsatz. Dabei ist der Durchschnittsverbrauch selbst bei der Topversion, dem V300 d mit 239 PS und einem maximalen Drehmoment von 500 Newtonmetern, mit 6,1 Litern fast so tief wie bei den kleineren Dieselversionen mit 163 und 190 PS. Alle Versionen erfüllen die Abgasnorm Euro 6d.

Und es kommt bezüglich Umweltverträglichkeit in nächster Zukunft noch besser. Am Genfer Auto-Salon im März haben die Stuttgarter mit dem EQV den ­seriennahen Prototyp einer vollelektronischen Grossraum­limousine präsentiert, die mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern weit über den Ansprüchen an einen VIP-Shuttle liegen dürfte.

Peter Hegetschweiler fuhr die neue V-Klasse auf Einladung von Mercedes-Benz Schweiz am 9./10. April in Spanien.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 25.04.2019, 07:43 Uhr

Artikel zum Thema

Komfortable Gondel für Stadt und Land

Mit Eleganz und französischem Chic will der DS3 Crossback ab Juni gegen die Konkurrenz von Audi Q2 und Mini Countryman punkten. Mehr...

T-Time vor der Elektro-Offensive

Nach dem T-Roc im Golf-Format lanciert VW mit dem T-Cross auf Polo-Basis einen zweiten Kompakt-SUV. Auch bei der angekündigten Elektrifizierung hat ein SUV einen hohen Stellenwert. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Kommentare

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Fanliebe: Kurz vor dem sechsten Spiel des NBA Finals zwischen den Toronto Raptors und den Golden State Warriors herrscht im Fansektor grosse Anspannung. (Toronto, 13. Juni 2019)
(Bild: Chris Helgren ) Mehr...