Facelift und neue innere Werte für den 3er-BMW

BMW macht seinen Bestseller nach drei Jahren fit für die zweite Halbzeit.

Frisch überarbeitet: Ab Juli bringt BMW den 3er in seiner neusten Form. Foto: BMW

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Er ist das Herz der Marke und hat BMW erst zu dem gemacht, was die Bayern heute sind. Denn mit der Premiere des 3ers vor 40 Jahren haben die Münchner ihre Nische verlassen und mit dem Aufstieg zu einem der wichtigsten Premiumhersteller begonnen. Kein Wunder also, dass sie auch sechs Generationen und 14 Millionen Exemplare später noch immer am 3er hängen und für ihren Bestseller keinen Aufwand scheuen. Selbst die Premiere eines Facelifts wird deshalb zum Festakt und zumindest in München gross gefeiert.

Viel Neues unter der Haube

Dabei muss man sehr genau hinschauen, wenn man Limousine und den Touring für die zweite Halbzeit erkennen möchte. Denn viel mehr als die Front- und Heckleuchten ändern sich von aussen nicht, wenn der Bestseller aus der Mittelklasse im Juli an den Start geht. Und auch innen zeigt sich die Modellpflege vor allem an ein bisschen mehr Zierrat im Cockpit und einem schlaueren Navigationssystem, das jetzt den LTE-Standard nutzt und sich über Funk regelmässig selbst auf dem neuesten Stand hält.

Doch man muss nur unter die Haube schauen, dann erkennt man, weshalb der 3er für die BMW-Mannschaft buchstäblich eine Herzensangelegenheit ist. Denn nicht umsonst haben sie viele der vier Benziner und sieben Diesel von 116 bis 326 PS optimiert oder gleich ganz ausgetauscht. Dabei liegen Fluch und Segen der modernen Zeit eng beieinander. So trösten die Entwickler Traditionalisten mit einem neuen Reihensechszylinder für den 340i, der aus seinen drei Litern Hubraum nun 326 PS und 450 Nm schöpft, und beweisen mit einem neuen Vierzylinder für den 320i mit 184 und den 330i mit 252 PS, dass die Mitte alles andere als mässig ist.

Aber gleichzeitig schockieren sie die gusseisernen Sportfahrer mit dem ersten Dreizylinder in der Baureihe. Denn dem neuen 318i müssen künftig 1,5 Liter Hubraum reichen. Immerhin schöpft er daraus – dem Turbo sei Dank – genau wie bisher der 316i mit 1,6-Liter-Vierzylinder 136 PS – ist aber mit einem Normverbrauch von 5 Litern immerhin 13 Prozent sparsamer.

Effizienz weiter gesteigert

Auch bei den Dieseln hat BMW noch einmal an der Effizienz gearbeitet und so unter anderem der Efficient Dynamics Edition des 320d weiter den Sprithahn zugedreht: Obwohl 163 PS stark, verbraucht die Limousine jetzt nur noch 3,5 Liter und wird mit einem CO2 von 99 g/km zum saubersten Dreier aller Zeiten. Allerdings kann sie diesen Rekord nicht lange halten. Denn Anfang nächsten Jahres legt BMW den Bestseller an die Leine und bietet im 330e zum ersten Mal einen Plug-in-Hybrid an. Der kombiniert dann einen Vierzylinder- Benziner mit einer E-Maschine im Getriebe und einem Lithium-Ionen- Akku im Heck, kommt auf eine Systemleistung von 252 PS und ist dank einer elektrischen Reichweite von bis zu 35 Kilometern zumindest in der Theorie des Prüfstandes mit 2,1 Litern zufrieden. (tg)

Erstellt: 07.05.2015, 17:46 Uhr

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