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AMG – High Performance auch beim Wachstum

AMG, die Edelschmiede von Mercedes-Benz, will in den nächsten 5 Jahren den Absatz um 50 Prozent erhöhen. Und steigt deshalb auch in die Kompaktklasse ein.

Kann man High Performance à la AMG stärker ausdrücken als durch solche Zahlen: 591 PS bei einem maximalen Drehmoment von 650 Newtonmeter? Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden? Spitze 320 km/h?

SLS AMG GT nur als Vorspiel

Eigentlich nicht. Denn es sind die Kennzahlen, die für das neuste Top-Produkt aus der Mercedes-Edelschmiede stehen, den SLS AMG in seiner noch schärferen GT-Version. Und der Preis von 275 000 Franken für das zweisitzige Coupé und von 280 000 Franken für den gleich ausgelegten Roadster ist sozusagen die Garantiesumme für jenen exklusiven AMG-Fahrspass, den man in seiner brachialen Herrlichkeit zu 100 Prozent wohl nur auf der Rennstrecke erleben kann.

Und dennoch war die Präsentation des neusten Edelrenners im süddeutschen Affalterbach diese Woche bloss das Vorspiel zur grossen Show, die AMG-Chef Ola Källenius danach abzog: Die Ankündigung der High-Performance-Wachstumsstrategie. In nur fünf Jahren, zielgenau zum 50-Jahr-Jubiläum von AMG (heute zu 100 Prozent im Besitz von Mercedes), will der gebürtige Schwede den Absatz um 50 Prozent steigern. Das heisst, er muss die Produktion von aktuell 20000 bis 2017 auf 30 000 Fahrzeuge hochfahren.

Auf allen Märkten im Plus

Doch Källenius gibt sich darob genauso unerschrocken, als würde er sich gleich hinter das Steuer des SLS AMG GT setzen und lospreschen. Zum einen stützt er sich in seinem anhaltenden Optimismus auf die jüngsten Zahlen seines Unternehmens: Im vergangen Jahr stieg der Absatz in den drei grössten Märkten USA, Deutschland und China um 7 bis (fast) 50 Prozent an. Und bereits die Verkäufe der ersten drei Monate 2012 tendieren in Richtung nächster Rekord: Mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent war das erste Quartal das beste in der nunmehr 45jährigen AMG-Erfolggeschichte.

Zum andern steht für Ola Källenius glasklar fest, wo und wie er Volumen bolzen will – in der Kompaktklasse. Das Motto hiefür hat der CEO auch schon gefunden: «Driving Performance for the New Generation» lautet es. Und zielt damit genau auf jene Altersgruppe zwischen 30 und 40 Jahren ab, die bisher nicht zur etablierten Kundschaft der Mercedes-Edelschmiede gehörte. «Aber mit einem AMG ab 50000 Euro packen wir sie», geben sich die Marketingstrategen in Affalterbach überzeugt. Natürlich ist dieser künftige Topseller schon da, wenn auch noch hinter verschlossenen Türen. Kallenius liess die Medien immerhin einen ersten Blick (ohne Kameras) auf den A45 AMG werfen, «das künftige Einstiegsmodell in die AMG-Welt», wie er das Auto nennt, das seinem Unternehmen mit über 1100 Beschäftigten die angepeilten Zuwachsraten bringen soll.

Dynamische Optik

Für diesen «heissen» A45 haben die AMG-Ingenieure ihren ersten 4-Zylinder der Neuzeit entwickelt. Aus zwei Liter Hubraum soll er wie der direkt ins Visier genommene RS3 von Audi 340 PS schöpfen und, natürlich, die 250-km/h-Marke ebenso spielend schaffen. Dazu wird es erstmals bei AMG jenseits der Mund G-Klasse auch einen Allradantrieb für den Kompakt-Renner geben, der optisch noch viel dynamischer aussieht als die eh schon geschärfte neue A-Klasse von Mercedes-Benz. Und die hat bekanntlich am Genfer Autosalon im März eine viel beachtete Weltpremiere gefeiert. (hw)

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