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Happy Hippie: Der E-Bugster macht Lust auf das neue Beetle Cabrio

TA-Mitarbeiter Thomas Geiger war mit der Studie von VW in den USA unterwegs.

California Dreamin’ – TA-Mitarbeiter Thomas Geiger am Steuer des E-Bugster von Volkswagen.
California Dreamin’ – TA-Mitarbeiter Thomas Geiger am Steuer des E-Bugster von Volkswagen.
VW

Um die Kundschaft auf das neue Beetle Cabrio einzustimmen, hat VW eine Studie auf die Räder gestellt und den Käfer zum E-Bugster gemacht. Das Auto ist zwar schon ein halbes Jahr alt und hatte seine Premiere im Januar auf der Motorshow in Detroit. Doch weil die Wolfsburger mit dem Showcar vielleicht doch ein bisschen mehr vorhaben als nur die Stimmungsmache für das Serienmodell, haben sie den Wagen aus der Werksgarage geholt und zum ersten Mal auf die Strasse geschickt. An der kalifornischen Pazifikküste, da wo der Käfer zum Kult der Flower-Power-Bewegung wurde, gab der E-Bugster den Happy Hippie und stromerte lautlos die Küstenstrassen entlang.

180 Kilometer Reichweite

Im Prinzip bietet der Wagen mit seinem 115 PS starken Elektroantrieb alles, was man für einen Sommertag in Kalifornien braucht: Mit locker 130 km/h ist er schneller, als die Polizei erlaubt, bei 10,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 gewinnt man sogar manchen Ampelsprint, und 180 Kilometer Reichweite sowie nur 35 Minuten Ladezeit reichen allemal, damit man halbwegs entspannt von Los Angeles nach San Francisco kommt – die drei Boxenstopps sollten sich auf dem Weg schon finden.

Im Prinzip zumindest. In der Praxis jedoch sieht die Sache ein wenig anders aus. Zwar tritt der E-Bugster tatsächlich stramm an, und obwohl von Hand gefertigt, gibt es nichts, was quietscht oder klappert. Aber leider haben die Prototypenbauer Angst um das Einzelstück und misstrauen den aus dem Vollen gefrästen Felgen. Deshalb ist schon bei 30 Sachen Schluss mit der sommerlichen Sause.

Aber selbst das reicht aus, um Lust auf einen offenen Käfer zu machen. Denn wenn der Wind sanft über den Scheitel streicht und die Sonne den Nacken wärmt, dann könnte der Sommer ewig dauern und das Cabrio endlich zu den Händlern kommen.

So ganz übertragbar ist das Fahrgefühl aus dem E-Bugster allerdings nicht – nicht nur, weil es in der Serie natürlich erst mal Benziner und Diesel von 105 bis 200 PS gibt und man vergebens nach den weissen Sportsitzen und der Hightech-Ausstattung mit Tablet-PC statt Bordcomputer fragen wird. Sondern auch, weil die Designer für die Messen in Detroit und Peking natürlich ein bisschen dicker aufgetragen.

Aber wer sich die dynamisch gezeichnete Frontscheibe etwas steiler und vor allem höher denkt, die Kotflügel ein bisschen schmaler, anstelle der Verkleidung über den Akkus eine Rückbank und statt des Hardtops ein Stoffdach, der habe schon vor der Enthüllung Ende November das fertige Beetle Cabrio vor Augen, versprechen die Entwickler.

Golf-Technik unter der Haube

So ist der E-Bugster zwar vor allem ein Vorbote des Beetle Cabrio. Doch der Elektroantrieb ist mehr als eine Fingerübung. Denn unter der Haube stecken der E-Motor und der 23,8 kWh grosse Akku, die schon nächstes Jahr den VW Golf antreiben sollen. Und selbst die Idee vom zweisitzigen Bugster ist nicht nur eine ferne Vision der Designer. Wenn man die Stimmen aus Wolfsburg richtig deutet, könnte so eine Konstruktion ab Werk oder als Zubehör durchaus Chancen haben. (tg)

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