(K)ein Facelift

Seat hat den Leon aufgefrischt. Nicht aufgehübscht. Das hat er nicht nötig.

Schicker Spanier: 2015 landete der Seat Leon auf Platz 5 der Bestenliste in der Schweiz, ab Januar gibts ihn aufgefrischt. Fotos: Seat

Schicker Spanier: 2015 landete der Seat Leon auf Platz 5 der Bestenliste in der Schweiz, ab Januar gibts ihn aufgefrischt. Fotos: Seat

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Alle Hersteller machen es. Und wenn sie es machen, dann nennen sie es meist auch gleich: Facelift. Gemeint ist die Aktualisierung in der Mitte eines Modellzyklus, im Schnitt alle drei bis vier Jahre. Das ist jetzt auch beim Seat Leon der dritten Generation der Fall, den die Spanier ein weiteres Mal aufdatieren. Aber ein Facelift? Nein, das ist es nicht.

Wenig Spielraum für Designer

Vielmehr ist es so: Die Designer in Martorell standen in der Pflicht, an diesem Auto möglichst wenig zu ändern. Deren Chef, Alejandro Mesonero-Romanos, hatte schon im Vorfeld der Lancierung des Neuen (ab Januar 2017 im Handel) unmissverständlich erklärt: «Wir haben mit dem Leon ein so attraktives Modell im Angebot, dass es für uns keinen Handlungsbedarf gibt.» Das war bei Seat und gerade beim Leon nicht immer so. Lange hatte man sogar den Eindruck, die Spanier würden in ihrem gestalterischen Elan von der Konzernzentrale in Wolfsburg eher gedämpft als gefördert. Um so dem VW Golf und dem Audi A3, etwas weniger vielleicht dem Skoda Octavia optisch nicht zu nahe zu kommen. Oder das Trio gar auszustechen.

Mit der dritten Generation ab 2012 hat sich das geändert, und zwar markant. Scharf gezeichnet war er nun plötzlich, der neue Leon. Und noch schärfer waren seine Kanten – vor allem jene, die beim Fünftürer wie beim Kombi unterhalb der C-Säule schwungvoll ins Heck führt. Und weil genau dieses Design beim Leon laut Seat «das wichtigste Kaufargument» ist, dürfte der kompakte Topseller künftig noch stärker dazu beitragen, den Aufwärtstrend bei den Spaniern nach sieben chronisch defizitären Jahren weiter zu stärken. Was auch für die Schweiz gilt. Markenchef Peter Schmid konnte bereits für 2015 mit 10'451 immatrikulierten Fahrzeugen «ein Rekordjahr» vermelden. Deshalb wenig erstaunlich: Der Leon beendete das vergangene Jahr auf Platz 5 bei den Neueinlösungen unter allen Marken.

Fortschritt wie im Ateca

Ganz so erfolgreich sind die Spanier derzeit nicht, und der Leon lag Ende Oktober nur noch auf Platz 13. Wenn also kein Facelift, dann kommt ein Update sicher zum richtigen Zeitpunkt. Und so hat der Leon vom kompakten SUV Ateca, den die Spanier diesen Sommer lanciert haben, dessen fortschrittliche Assistenzsysteme übernommen. Neu entwickelt worden ist auch der acht Zoll grosse Bildschirm. Ein digitales Cockpit, wie es nach dem A3 im kommenden Jahr auch der modifizierte Golf VII erhält, gibts für den Leon vorerst aber nicht. Unverändert geblieben ist die breite Motorenpalette. Die Preise beginnen bei 17'800 Franken für den 1,2-TSI-Fünftürer mit 85 PS und manueller 5-Gang-Schaltung und enden bei 38'600 Franken für den Kombi ST in der Topversion X-Perience mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb. Der 2,0 TDI leistet 184 PS.

Peter Hegetschweiler fuhr den neuen Leon auf Einladung von Seat-Importeur Amag am 14./15. November in Spanien.

Erstellt: 25.11.2016, 13:11 Uhr

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