Spanier mit Familiensinn

Seat legt den Alhambra, in der Schweiz die Nummer 1 unter den Vans, neu auf.

Frisch geliftet: Der neue Seat Alhambra. Bild: Seat

Frisch geliftet: Der neue Seat Alhambra. Bild: Seat

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Ausgedient? Nein, das haben die Vans trotz boomendem SUV-Segment noch immer nicht. Besonders Familien, die nicht nur ein geräumiges, sondern auch ein praktisches und nicht zuletzt kostengünstiges Fahrzeug suchen und dabei Funktionalität höher gewichten als Design, sind dafür besorgt. Das weiss man in Wolfsburg zu schätzen. Und honoriert es auch. So legt der Konzern den 5- oder 7-sitzigen Familienvan innerhalb weniger Wochen gleich zweimal auf – fast bis ins letzte Detail gleich modifiziert. Zum einen als VW Sharan, der sich schon seit 20 Jahren bewährt und sich weltweit 800'000-mal verkauft hat. Und zweitens als Seat Alhambra, den die spanische Konzerntochter etwas später auf den Markt brachte. Weil Seat das Geschäft stark auf den europäischen Markt fokussiert, fallen die Gesamtverkaufszahlen zwar ebenfalls gut, im Vergleich mit VW aber insgesamt doch bescheidener aus.

Spanier in der Schweiz vorne

Und dennoch gibt es einen bemerkenswerten Unterschied: In der Schweiz ist nicht der Sharan, sondern der Alhambra verkaufsmässig die Nummer 1. Er wird es auch in diesem Jahr bleiben: Von Januar bis Juni hat Importeur Amag die Seat-Version bereits 1421-mal verkauft, vom VW-Van hingegen «nur» 856 Einheiten immatrikuliert. Das erstaunt Seat-Markenchef Peter Schmid in gleichem Masse, wie es ihn freut. Über die Gründe spekulieren mag er allerdings nicht, nur mit dem Preis argumentieren aber auch nicht. Obwohl: In der Basisversion (1,4 Liter Benziner, handgeschaltet, 150 PS) kostet der Alhambra 29'450 Franken. Für den gleich motorisierten Sharan sind mindestens 35'900 Franken fällig. Vielleicht spricht für den Spanier ja auch, dass der Familiensinn in Sachen Familienvan bei der eher südländisch orientierten Klientel gerade in der Schweiz etwas ausgeprägter ist als anderswo. Denn auch vom Konzept her mit der hohen Variabilität sowohl beim 5- als auch beim 7-Sitzer und, natürlich, den seitlichen, hinteren Schiebetüren sind die Konzern-Zwillinge identisch. Alles im Gleichklang also. Neben den bei einem Facelift obligatorischen Retuschen an Front und Heck halten moderne Assistenz- und Infotainment-Systeme Einzug in beiden Vans. Und natürlich sind die Motoren bei leicht erhöhter Leistung weiter auf Sparsamkeit getrimmt worden. Seat spricht von insgesamt zehn Prozent. VW ebenfalls.

Erstellt: 03.08.2015, 11:15 Uhr

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