BMWs Luxus-Problem

Die Münchner haben Coupé, Cabrio und Gran Coupé ihrer 6er-Reihe überarbeitet. Aber man sieht und spürt (fast) nichts.

Frisch geliftet: Ab Ende Monat gibt es die neue Version der edlen 6er-Reihe von BMW ab mindestens 99'600 Franken. Foto: BMW

Frisch geliftet: Ab Ende Monat gibt es die neue Version der edlen 6er-Reihe von BMW ab mindestens 99'600 Franken. Foto: BMW

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Genau dieses Problem hat BMW. Die Münchner präsentieren in diesen Tagen an der portugiesischen Atlantikküste das 6er Coupé, das 6er Cabrio und das 6er Gran Coupé in gelifteter Form. Gezwungen dazu hat sie niemand. Aber es gehört sich in der Branche heute ganz einfach, dass in der Mitte eines jeden Modellzyklus ein Facelift gemacht wird.

«Individuelle Ästhetik»

Im Fall desBMW6er, der sich seit der Erweiterung 2012 um ein viertüriges Gran Coupé noch besser verkauft hat als zuvor, nämlich 80000-mal in den vergangenen vier Jahren seit dem Generationenwechsel, rechtfertigen die Bayern ihr Vorgehen so: «BMW festigt mit der neuen 6er-Reihe deren Status als Massstab für sportliche Performance, luxuriöses Fahrvergnügen und individuelle Ästhetik im Oberklasse-Segment.» Und meint damit stichwortartig: «Neues 6er Cabrio, neues 6er Coupé und neues 6er Gran Coupé mit markanten Akzenten für Sportlichkeit und Eleganz im Design sowie konsequent weiterentwickelten Qualitäten in den Bereichen Fahrdynamik, Effizienz, Exklusivität und Innovation.» Im Detail sieht das so aus: Eine neue Kontur der Nierenstäbe im markenspezifischen Kühlergrill mit neun statt wie bisher zehn Stäben.

Bei den Achtzylinder-Modellen sind sie in Aluminium matt gehalten, sonst in Schwarz. Für alle Sechszylinder- Modelle hat BMW die Endrohrblenden vergrössert. «Frische Akzente», so die Münchner, sollen aussen neue Lackierungen (z. B. Kaschmirsilber metallic) und innen noch edlere Materialien wie die neu kreierte Nappaleder-Ausstattung in Elfenbeinweiss setzen. Und, natürlich, in Keramik gefertigte Applikationen für die Bedienelemente. Ansonsten ist zum Glück alles so geblieben, wie es seit 2011 schon war. Der 6er ist Luxus- auto und Hochleistungsfahrzeug in einem, das sich fürs sanfte Cruisen entlang des Boulevard d’Anglais in Nizza genauso eignet wie für schnelle Runden auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Knapp unter 100'000 Franken

Die neue 6er-Serie kommt Ende Monat in den Handel. Das Antriebsportfolio besteht aus jeweils einem V8-Benziner mit 450 PS, einem 320 PS starken Reihensechszylinder- Benziner und einem Sechszylinder-Diesel mit 313 PS. Alle Modellvarianten basieren auf Hinterradantrieb, können aber auch mit Allrad (xDrive) geordert werden. Die Preise liegen zwischen 99'600 und 132'500 Franken. Als M-Version mit 560 PS kommt der 6er auf mindestens 157'000 Franken zu stehen.

Erstellt: 20.03.2015, 18:20 Uhr

Artikel zum Thema

Keep on pimpin’

Bekannt wurde der Cadillac Escalade als Statussymbol für US-Rapper. Doch die vierte Generation des Full-Size-SUV soll nun vermehrt auch europäische Besserverdiener ansprechen. Mehr...

Scharfes aus der Sterneküche

Es ist angerichtet: Mercedes-AMG schickt den C 63 mit bis zu 510 PS ins Rennen. Nicht minder interessant ist aber die neue «Light-Version» C 450 AMG 4Matic – ganz besonders für die Schweiz. Mehr...

Aufgeladene Premiere

Lexus hat sich mit Hybridantrieben einen Namen geschaffen. Jetzt bringt die Toyota-Edeltochter erstmals einen Turbo-Benziner. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Vergleichsdienst

Finden Sie in nur fünf Schritten die optimale Versicherung für Ihr Auto.
Jetzt vergleichen.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Mamablog Papas Alleswisserei nervt

Geldblog Warum auch Arbeitslose AHV-pflichtig sind

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Klimawand: Andres Petreselli bemalt in San Francisco eine Hausfassade mit einem Porträt von Greta Thunberg. (8. November 2019)
(Bild: Ben Margot) Mehr...