Das teuerste Auto der Welt

Das Auktionshaus Bonhams hat mit der Versteigerung des Ferrari GTO Berlinetta für über 38 Millionen US-Dollar einen Weltrekord gebrochen.

 38'115'000 US-Dollar hat ein Sammler für den Ferrari 250 GTO mit einem 3-Liter-V12-Motor bezahlt.<br />Foto: Bonhams

38'115'000 US-Dollar hat ein Sammler für den Ferrari 250 GTO mit einem 3-Liter-V12-Motor bezahlt.
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38'115'000 Dollar (also rund 34'558'500 Franken) hat in der Nacht auf Freitag ein Bieter im Luxus- Golfhotel The Quail im kalifornischen Carmel, südlich von San Francisco, für den Ferrari 250 GTO von 1962 mit der Chassisnummer 3851 GT bei der Versteigerung des englischen Auktionshauses Bonhams bezahlt. Das ist, laut Bonhams: «Weltrekord! Noch nie wurde bei einer Auktion mehr Geld für ein Fahrzeug bezahlt als für diesen exklusiven Ferrari 250 GTO.»

Bis gestern Freitag lag der Rekord bei knapp 23 Millionen Euro für einen Mercedes Silberpfeil vom Typ W196. Dieses Fahrzeug wurde im vergangenen Jahr, ebenfalls von Bonhams, im englischen Goodwood versteigert. Dabei handelte es sich um jenes Fahrzeug, mit dem die argentinische Rennfahrer-Legende Juan Manuel Fangio 1954 den Formel-1-Weltmeistertitel gewann.

Nur 39 Exemplare gebaut

Knapp 35 Millionen Franken für ein Auto. Was macht diesen Ferrari für Autoliebhaber so wertvoll? «In erster Linie natürlich die Tatsache, dass von diesem Modell nur gerade 39 Exemplare gebaut worden sind», erklärt der Zürcher Oldtimer- Spezialist Bruno von Rotz von Zwischengas. com: «Zudem sieht die von der Carrozzeria Scaglietti in Handarbeit gefertigte Karosserie des 250 GTO schlicht und einfach atemberaubend aus.»

Wichtig für den Auktionserfolg war aber auch die Historie, die dieses Auto aufzuweisen hat. So starteten der französische Rennfahrer Jo Schlesser und sein Co-Pilot Henri Oreiller bereits vier Tage nach der Fahrzeugübergabe zur Tour de France Automobile – und landeten auf dem zweiten Platz. Kurz darauf verunglückte der vormalige Ski-Doppel- Olympiasieger Oreiller mit dem Ferrari tödlich. Das Auto wurde schwer beschädigt und später in Maranello repariert. Nach weiteren Rennsporteinsätzen erwarb Fabrizio Violati den Wagen im Jahr 1965, fuhr bei Rennen mit und stellte ihn später in seiner Ferrari-Sammlung «Maranello Rosso Collection» aus, die nun von Bonhams versteigert wurde.

«Casino-Stimmung»

Von 35 Millionen Franken für ein einziges Auto bei einer Auktion kann man in der Schweiz nur träumen. Doch für Reinhard Schmidlin von der Oldtimer- Galerie im bernischen Toffen geht es bei den Oldtimern ja nicht nur um Geld, sondern um Emotionen. «Oldtimer sind nicht nur Wertanlagen», gibt der Fachmann zu bedenken. «Natürlich ist es faszinierend, wenn mit einem Auto solche Ergebnisse erzielt werden. Aber eigentlich macht die Liebhaberei das Ganze doch erst so richtig spannend.»

Darum steht der Berner der derzeitigen «Casino- Stimmung, die die Oldtimer-Preise weltweit beeinflusst», keineswegs nur positiv gegenüber. «Für mich persönlich ist ein Oldtimer immer etwas Besonderes, das sich nicht nur in Geld und Profit messen lässt. Aber eine Investition in einen Ferrari kann sich durchaus lohnen.» Den höchsten Betrag, den Schmidlin mit seiner Oldtimer-Galerie in 30 Jahren im Oldtimer-Business gelöst hat, waren die 1,15 Millionen Franken für einen Mercedes- Benz 300 SL Gullwing aus dem Jahr 1955 bei der diesjährigen Dolder-Auktion in Zürich. Die nächste Auktion der Oldtimer-Galerie steht im November auf dem Programm.

Erstellt: 15.08.2014, 22:22 Uhr

Ein Auto mit tragischer Geschichte: Ferrari 250 GTO von 1962. (Video: Reuters )

Atemberaubend schöne Handarbeit: Die Armaturen des Ferrari GTO Berlinetta.
Foto: Bonhams

Lässt das Liebhaberherz höher schlagen: Das Speichenrad des teuersten Autos der Welt.
Foto: Bonhams

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