Luxus für die Steckdose

In Shanghai zeigt Porsche den neuen Panamera, der die Plug-in-Hybridtechnik in der Oberklasse einführt.

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Das perfekte Statussymbol im nach wie vor kaufkräftigen China hat vier Türen, wird vor allem aus dem Fond erlebt und kann darum gar nicht lang genug sein. Darum erstaunt es weder, dass der neue Panamera auf der kommenden Automesse in Shanghai seine Weltpremiere feiert, noch dass Porsche zwei Executive-Varianten mit 15 Zentimeter längerem Radstand ins Rampenlicht rückt. Erstaunlicher – zumindest aus europäischer Sicht – ist, dass der V8-Motor im Panamera S und 4S durch einen 18 Prozent sparsameren 3,0-LiterV6 ersetzt wird, der dank doppelter Turboaufladung aber 20 PS mehr leistet. Und dass die nächste Generation des TeilzeitStromers ans Netz geht. Denn mit dem Panamera S E-Hybrid führt Porsche den weltweit ersten Plug-in-Hybrid im Luxussegment ein.

Der 95 PS (70 kW) starke Elektroantrieb leistet mehr als doppelt so viel wie die EMaschine des Vorgängers und bezieht seine Energie aus einer neu entwickelten Lithium-Ionen-Batterie mit dem fünffachen Energieinhalt der bisherigen Nickel-Metallhydrid-Technik. Per serienmässigem Universal-Ladegerät soll die Batterie an einer Industriesteckdose in zweieinhalb Stunden aufgeladen sein, unter optimalen Bedingungen beträgt die elektrische Reichweite bis zu 36 Kilometer während die Spitze im E-Modus bei 135 km/h liegt.

Nur noch 3,1 Liter

Der Normverbrauch ist zumindest theoretisch um beachtliche 56 Prozent auf nur noch 3,1 Liter je 100 Kilometer gesunken. Aber gleichzeitig spurtet der auf insgesamt 416 PS erstarkte Hybrid-Panamera eine halbe Sekunde schneller: Da die EMaschine den Verbrenner beim Kickdown unterstützt, ist Tempo 100 aus dem Stand innert 5,5 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt wie bisher bei den 270 km/h, die Schaltarbeit übernimmt weiterhin die komfortabel abgestimmte 8-Gang-Automatik, und auch Spartricks wie die Segel-Funktion oder Energierückgewinnung wurden vom Vorgänger übernommen. Allerdings schaltet das StartStopp-System den Motor nun schon beim Ausrollen ab.

Neu ist zudem eine Reihe von KomfortFeatures, die per Smartphone-App abgerufen werden können. So lassen sich etwa Ladestatus und Restreichweite aus der Ferne ermitteln, die Standklimatisierung bedienen oder die Route zum geparkten Auto finden. Sämtliche Funktionen, die nicht Hybrid-spezifisch sind, stehen auch in anderen Panamera-Modellen bereit – optional, versteht sich. Rein äusserlich ist die neue, auf zehn Modelle angewachsene Gran-Turismo-Flotte anhand strafferer Linien und stärkerer Konturen zu erkennen. Die Front präsentiert sich mit grösseren Lufteinlässen und auf Wunsch neuen LED-Scheinwerfern, die Silhouette wirkt gestreckter, am Heck wurden die Scheibe und der Spoiler verbreitert.

112 200 bis 223 200 Franken

Der Panamera werde «noch effizienter, sportlicher, komfortabler und eleganter», verspricht der Hersteller. Am 21. April öffnet die Shanghaier Automesse ihre Tore, im Juli beginnt die Markteinführung der überarbeiteten Baureihe. Die Preise beginnen bei 112 200 Franken für den Panamera Diesel. Der Panamera S E-Hybrid kostet 150 500 Franken. Top-Modell ist der Executive für 223 200 Franken. (nve)

Erstellt: 04.04.2013, 23:34 Uhr

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